Eine Ferienakademie für Himmelsstürmer im Grundschulalter

Von: Stefan Schaum
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Hallo Himmel, jetzt kommen wir! Wirklich abgehoben sind Lyan (l.) und Maurizio zwar nicht – aber in einer echten Propellermaschine Platz zu nehmen, hatte auch Foto: S. Schaum
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Rund und bunt: Auch Modelle von Heißluftballons haben die Kinder während der Ferienakademie gebastelt.

Alsdorf/Baesweiler. Wirklich abgehoben sind die Kinder nicht. Weder mit dem Heißluftballon, noch mit dem Flugzeug. Und schon gar nicht mit irgendeinem verrückten Raumschiff. Um echte Flugerlebnisse ging es ja auch gar nicht, sondern um den „Traum vom Fliegen“.

Der stand als Motto bei den Alsdorfer und Baesweiler Beiträgen zur Ferienakademie in der Städteregion Aachen im Vordergrund.

Zum dritten Mal haben Kinder aus verschiedenen Kommunen zu einem Thema geforscht und gebastelt, gelernt und gespielt. In Alsdorf hatten sich die Offenen Ganztagsschulen (OGS) Ofden und Annapark beteiligt, in Baesweiler waren es die OGS St. Andreas und St. Barbara.

Dass es bei dem Angebot um eine individuelle Förderung geht, hat wohl keines der Kinder gespürt. Für sie war es vor allem ein großer Spaß, 14 Tage lang an ganz vielen Stellen in der Region Dinge rund um das Fliegen zu entdecken. Zum Beispiel auf Merzbrück, schließlich passt so ein Flugplatz fast vor der Haustür geradezu ideal ins Konzept. An einem Tag waren die 30 Alsdorfer Kinder dort zu Gast, an einem anderen die 24 Zweit- bis Viertklässler aus Baesweiler. Und alle durften in die Hangars hineinschauen und ins Cockpit der ein oder anderen Propellermaschine klettern. Auch im Rettungshubschrauber durften viele von ihnen Platz nehmen. Da wurde die Landebahn im Nu zu einem außerschulischen Lernort.

Naturwissenschaft im Blick

„Wir versuchen bei der Akademie, naturwissenschaftliche Themen, Kunst und Sport kindgerecht zu verpacken“, sagte Gertrud Pilgrim, die die Angebote koordiniert hat. „Wir wollen die Neugier der Kinder wecken und die Begeisterung auch für Technik.“ Wenn man so will, ist das Ganze ein früher Schritt in Richtung der so genannten „MINT“-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Ganz spielerisch, versteht sich.

Dass es auch um das Lernen geht, merkt keines der Kinder. Für sie ist es ein großer Spaß, mit der Jugendkunstschule „Aber Hallo“ verrückte Flugfahrräder zu bauen oder sich in der Turnhalle an Seilen gesichert hinabstürzen zu lassen und ein wenig mit der Schwerkraft zu spielen. Auch ein Besuch im Wildpark Gangelt passt ins Konzept zum Thema Fliegen – denn dort lassen sich die anmutigen Flugbewegungen der Greifvögel prima beobachten.

Kosten für Ausflüge und Transport übernimmt bei der Ferienakademie die Städteregion, die Kommunen tragen das pädagogische Personal der Offenen Ganztagsgrundschulen. Eine Kooperation, die sich sehen lassen kann, sagte Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens. „Wir freuen uns, zum zweiten Mal dabei zu sein.“ Je zwei Schulen pro Kommune – auch das hatte seinen Grund. Es geht auch um den Austausch und darum, dass Kinder Gleichaltrige aus anderen Schulen kennenlernen. Um dann gemeinsam abzuheben. Zumindest beinahe.

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