Eine Exkursion auf den Spuren längst verschwundener Dörfer

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Auf den Spuren früherer Besiedlungen an der Wurm in Merkstein: die AWO-Exkursionsgruppe unter Führung von Oswald Ortmanns.

Herzogenrath. „Hier schlägt das Herz von Merkstein!” Oswald Ortmanns, Autor des Buches „Nivelstein und Finkenrath - versunken aber nicht vergessen”, steht mit 30 Mitgliedern und Gästen der Arbeiterwohlfahrt Merkstein an der Stelle, wo vor fast 100 Jahren ein lebendiges Dorf existierte: auf der Wurmbrücke zwischen dem deutschen Grenzweg und dem niederländischen Wolfsweg.

Mit historischen Fotos und dem von Hermann Müller rekonstruierten Modell des Dorfes Nivelstein belegt Ortmanns seine heimatgeschichtlichen Recherchen.

Zwei Mühlen hatte es einst gegeben und ein über die Ortsgrenzen hinaus bekanntes Restaurant. Die letzten Reste des Dorfes wurden im Oktober 1944 von vorrückenden amerikanischen Truppen gesprengt.

Mehrere Zeitzeugen ergänzen die spannende Darstellung von Ortmanns. Das Wurmtal zwischen Worm und Rimburg ist heute ein einzigartiges Naturreservat.

Weiter führt die Exkursion zu der ebenfalls untergegangenen Siedlung Finkenrath, am Bahnübergang der Straße nach Hofstadt. Auch dort gibt es zu den Schilderungen von Ortmanns lebhafte Beiträge von Teilnehmern in Erinnerung an deren Kindheit.

AWO-Vorsitzender Horst Herberg spricht schließlich für die begeisterte Wandergruppe Oswald Ortmanns seinen Dank aus: „Es ist ein besonderes Erlebnis, Heimatgeschichte so hautnah und spannend vermittelt zu bekommen.”

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