Einbruchswelle: Hubert Wickerath ergreift als Opfer die Initiative

Von: mabie
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Vorsicht: Einbrecher haben in der dunklen Jahreszeit wieder Hochkonjunktur. Foto: Stock/Jochen Tack
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Ronald Behra (l.) und Norbert Winkler vom Kommissariat 44 für Kriminalprävention und Opferschutz der Polizei in Aachen informierten in Würselen über Möglichkeiten, sich gegen Einbrüche abzusichern. Foto: Markus Bienwald

Würselen. Hubert Wickerath weiß genau, wie sich das anfühlt, wenn jemand uneingeladen das eigene Heim betritt. Zweimal haben sie bei ihm und seiner Frau innerhalb von zehn Monaten eingebrochen, der Schrecken sitzt ihnen jetzt noch in den Knochen. „Es ist ein Horror“, sagt er.

Das ist in der Tat ein Trauma. So wie ihm geht es vielen Menschen, die einen Einbruch in ihr Eigenheim miterleben mussten. Da bot es sich an, dass Wickerath durch sein jahrzehntelanges Engagement in der katholischen Kirche nun auch zu einer Infoveranstaltung der Polizei unter der Überschrift „Riegel vor!“ einladen konnte. Im Pfarrheim von St. Sebastian informierten Norbert Winkler und Ronald Behra vom Kommissariat 44 für Kriminalprävention und Opferschutz der Polizei in Aachen über Möglichkeiten, sich gegen Einbrüche zu schützen. „Es lohnt sich, etwas zu tun“, unterstrich Norbert Winkler, „denn immer mehr Einbrecher lassen von geschützten Wohnungen ab“.

„Natürlich geht es dabei aber auch um das richtige Verhalten“, wie der erfahrene Polizist weiß. So sei ein guter Nachbarschaftsverband unabdingbar, um Verbrechen im Vorfeld zu verhindern. Das gegenseitige Achtgeben aufeinander, Menschen gezielt ansprechen, wenn sie in der Nachbarschaft unbekannt sind oder etwas auszukundschaften scheinen, hält er auch für eine gute Methode. „Denn wenn die Täter angesprochen werden, wozu schon ein einfaches ‚Kann ich Ihnen helfen?‘ genügt, suchen sie meist das Weite“, weiß Norbert Winkler. Auffallend verdächtiges Verhalten kann immer der Polizei gemeldet werden, machte er deutlich. „Die Menschen müssen keine Angst haben, in irgendeiner Form in Regress genommen zu werden“, beruhigte er. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Diese Formel gelte auch für die Überprüfung von offenen Fenstern und Türen, auch in Kippstellung, die geradezu eine Einladung für ungebetene Gäste seien. Dauerhaft heruntergelassene Rollladen, volle Briefkästen oder ein dunkles Haus gerade in der kommenden dunklen Jahreszeit seien weitere Zeichen für Diebe und Einbrecher, sich das Objekt einmal näher anzuschauen. Abschließend empfahl der Polizist die Zusammenarbeit mit zertifizierten Handwerkern. „Es gibt DIN-Normen und Firmen, die sich gezielt darauf spezialisiert haben, das Heim zu schützen“, schloss Winkler.

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