Ein Treffpunkt für alle Generationen

Von: Elisa Zander
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Kreativität kennt keine Grenz
Kreativität kennt keine Grenzen: Uta Göbel-Groß (l.) und Gabriele Allmann wollen mit dem Pilotprojekt „Generationen-Atelier” Kunstinteressierte jeden Alters zusammenbringen. Foto: Elisa Zander

Herzogenrath. Ob der Raum groß genug ist? Für die improvisierte Mal-Session jedenfalls, die Uta Göbel-Groß und Gabriele Allmann spontan veranstalten, ist der Platz allemal ausreichend.

Doch natürlich wäre es viel schöner, wenn so viele Teilnehmer kämen, dass jeder der Räume im Frauenkommunikationszentrum „FrauenKomm Gleis.1” genutzt werden würde.

„Aber wir machen das auch für ein paar”, sagt Künstlerin und Kunsttherapeutin Göbel-Groß über das neue Angebot. Unter dem Motto „Komm, mach mit” beginnt nach den Sommerferien das halbjährige Pilotprojekt: Ein offenes Generationen-Atelier für Eltern und Großeltern mit Kindern und Enkelkindern.

Im Rahmen des Wettbewerbs „Gemeinsam in der Zukunft”, der von der Bürgerstiftung Herzogenrath ausgeschrieben worden war, ist das Projekt ausgewählt worden und wird mit einer Summe von 2500 Euro durch die Stiftung gefördert. Bei kreativen Nachmittagen sollen Erwachsene mit ihren Kindern oder Enkeln eine neue Basis für sich selbst und miteinander finden.

Die Welt der Künste

„Wir hoffen, dass durch die Erinnerungen der Älteren und der Neugierde der Jüngeren neue Verbindungen entstehen”, sagt Göbel-Groß. Sie wird mit ihrer Kunstkollegin Hanne Werhand das Atelier leiten. Geplant ist eine breite Einführung in die Welt der Künste, mit Ausstellungsbesuchen, Bildbetrachtung, Traumreisen und vor allem viel eigener Kreativität.

Mit Bleistiften, Kreiden, Wasser- und Dispersionsfarbe soll ausprobiert und zu drei Themenschwerblöcken gearbeitet werden. Wie diese aussehen werden, steht noch nicht fest, die Entscheidung hängt zu einem Teil von der Teilnehmergruppe ab. Darum „wäre es wünschenswert, wenn sich eine feste Gruppe finden würde”, sagt Gabriele Allmann, „aber es ist ein offenes Angebot, an dem jeder zu jeder Zeit teilnehmen kann”.

Insbesondere sollen diejenigen angesprochen werden, die selbst nicht genügend finanzielle Möglichkeiten haben, aufwändige und oft auch kostspielige Kreativprogramme zu nutzen. So wird ein geringer Eigenkostenbeitrag von insgesamt fünf Euro pro Teilnehmerpaar je Nachmittag erhoben. „Wir wollen damit einen respektvollen Umgang mit den Materialien erreichen”, so Göbel-Groß. Schließlich ist den Initiatorinnen wichtig, dass neben dem finanziellen Aspekt im Zeitalter von PC, Internet und Spielekonsolen das Thema Kunst und Kultur wieder eine zunehmend größere Rolle einnimmt.

Das gemeinsame Erleben könnte eine nachhaltige Wirkung auf das Familienleben haben. Am Ende des Pilotprojekts soll eine Ausstellung im FrauenKomm stehen. Sich dem öffentlichen Blick stellen, die eigene Arbeit präsentieren und erklären - das ist Anreiz und Herausforderung. Neue Impulse geben, Generationen zueinander führen und sich gegenseitig inspirieren - darauf freuen sich Allmann und Göbel-Groß sehr,. Dann beginnt wieder eine Zeit, in der „das FrauenKomm richtig auflebt”. Bisdahin bringen die beiden Frauen mit Pinsel und Spachtel die Farbe selbst aufs Papier.

Anmeldung für alle Termine ist möglich

Das Generationen-Atelier findet jeweils mittwochs mit Ausnahme der Ferien im zwei-Wochen-Rhythmus im Frauenkommunikationszentrum „FrauenKomm Gleis.1”, Bahnhofstraße15, statt.

Die Termine sind: 14. und 28. September, 12. Oktober, 9. Und 23. November, 7. Und 21. Dezember, 11. Und 25. Januar, 8. Und 22. Februar sowie 7. März. Die Kosten belaufen sich auf 3 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder.

Eine Anmeldung hierzu ist erforderlich: bis zum jeweiligen vorhergehenden Freitag per Mail an info@frauenkommgleis1.de oder unter Tel. 02406/979732. Es ist auch möglich, sich direkt für alle Termine anzumelden.

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