Alsdorf - Ein Spiel über die Kostbarkeit der Zeit

Ein Spiel über die Kostbarkeit der Zeit

Von: mb
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Mit großer Begeisterung bei der Sache: Michelle Lukasik („Momo“) und ihre Mitschüler zeigen ihr Schauspielpotenzial bei der Theateraufführung des Alsdorfer Gymnasiums. Foto: Mona Brühl

Alsdorf. Die meisten Märchen beginnen mit „Es war einmal...“ Michael Endes „Momo“ sollte aber besser mit „Ach du liebe Zeit!“ einleiten. Denn genau das ist das Thema des Kinderbuchs: die Zeit. Das Alsdorfer Gymnasium hat Endes Roman aufgegriffen und daraus ein Kindertheaterstück gezaubert. Etwa 20 Schüler der Klassen 6, 7, 8 und der Jahrgangsstufe 13 des städtischen Gymnasiums haben Freitag, den 13. zu ihrem Glückstag gemacht.

 In der Aula der Schule präsentierten sie das Ergebnis ihrer monatelangen Probestunden.

„Momo“ ist ein beliebtes Kindertheaterstück. Darin geht es um das kleine Mädchen „Momo“, das mit ihren Freunden gegen die „grauen Herren“ ankämpft, die versuchen, den Menschen ihre Zeit zu stehlen. Gerade zur Adventszeit appelliert dieses Theaterstück kindgerecht an die Menschen, sich Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens zu nehmen. Zum ersten Mal engagierten sich diesmal auch Schüler aus den unteren Jahrgängen in der Theater-AG des Alsdorfer Gymnasiums.

Abiturientin Michelle Lukasik spielte die Hauptrolle der Momo. Nicht nur bei ihr, sondern bei allen Beteiligten war das große Engagement und die Begeisterung an Theater sichtbar. Mit selbst gebastelten Bühnenbildern, Tanz, Gesang und Klavier zeigten die Schüler und Schülerinnen ihr vielfältiges Potenzial. In zweimal 40 Minuten kamen sie am Ende zu dem Schluss: „Also, ich lass‘ mir meine Zeit von niemandem klauen.“ Das städtische Gymnasium feiert im nächsten Jahr 100-jähriges Jubiläum, und so war das Thema des Stückes, die Zeit, passend zur aktuellen Situation der Schule.

Für Carmen Tholen, die seit drei Jahren die Theater AG leitet, war die Vorbereitung auf das Stück jedoch keineswegs gestohlene Zeit. Sie probte etwa zehn Monate mit den Schülern und Schülerinnen einmal wöchentlich. Auch wenn in den letzten Wochen vor dem Finale ebenfalls an den Samstagen geübt wurde, war es für sie ein lohnenswerter Einsatz: „Für mich ist die Arbeit mit den Schülern eine Herzensangelegenheit. Wenn die Kinder so strahlen und in ihren Rollen aufgehen, hat sich der Stress gelohnt.“

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