Würselen - Ein schöner Ausklang beim Kulturforum

Ein schöner Ausklang beim Kulturforum

Von: ehg
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Beeindruckten die Zuhörer beim KuFo-Jahresabschlusskonzert im Alten Rathaus: das „Arundos-Quintett“. Foto: W.Sevenich

Würselen. Während ihres Studiums an der Musikhochschule Köln und bei Engagements an der Deutschen Oper am Rhein hatten sich die fünf jungen Musiker aus drei Ländern kennengelernt, die sich vor einem Jahr zum „Arundos-Quintett“ formierten, nachdem sie zuvor schon bei ihren Soloauftritten zahlreiche Preise – auch international – bei Wettbewerben gewonnen hatten.

Nunmehr verzauberten die Spanierin Gemma Corrales (Flöte), der Japaner Yoshiko Shimo (Oboe) sowie die Deutschen Christine Stemmler (Klarinette), David Barreda (Horn) und Anna Vogelsänger (Fagott) ihr Publikum mit stilsicheren, charaktervollen Interpretationen und Spielfreude ihr Publikum in Würselen. Auf Einladung des Kulturforums (Kufo) gastierten sie zum Jahresabschlusskonzert im Alten Rathaus.

Für den KuFo-Vorsitzenden Günter Kölling bedurfte es keiner Frage: Es präsentierten sich fünf junge Ausnahmekünstler kammermusikalisch, „die vor einer großen Karriere stehen und auf dem Weg nach ganz oben stehen“. Ihm konnten sich die zahlreichen, über alle Maßen begeisterten Besucher am Ende eines außergewöhnlichen Konzertes nur anschließen. „Arundos“ hatte nicht nur durch seine musikalische Brillanz, sondern auch durch seinen jugendlichen Charme sein Publikum in den Bann geschlagen. Verschiedene Epochen und unterschiedliche Genres deckten die virtuosen Kammermusiker, die heute schon in ihrer Versiertheit Meister ihres Faches sind, ab.

Höchste Herausforderungen

Appetit auf mehr machten die Musiker bereits durch Choräle für Bläserquintett des großen Barockmeisters Johann Sebastian Bach. Engagiert und fein abgestimmt gingen sie bei der Intonation zu Werke, mit ständig wechselnder Stimmführung. Sodann machte es sein Publikum bekannt mit einem der bedeutendsten französischen Flötisten des 19. Jahrhunderts, Claude Paul Taffanel. Auch bei seinem dargebotenen Bläserquintett stellten sie sich höchsten Herausforderungen, mit Bravour. Der Hornist stellte seine musikalischen Qualitäten bei einem Quintett des kaum bekannten deutschen Komponisten des 18. Jahrhunderts, Franz Danzi, unter Beweis. Zu Gehör gebracht wurden im ersten Programmteil überwiegend für Bläserquintett geschriebene Originalkompositionen. Als „Schmankerl“ vor der Pause oben drauf zur Einstimmung in die vorweihnachtliche Zeit „Es ist ein Ros´entsprungen“ und „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, womit das Quintett wieder bei Bach angekommen war, bezaubernd schön!

In dem hochkarätigen Programm durften Werke von Wolfgang Amadeus Mozart nicht fehlen. Mit viel Temperament und Spielwitz entführte „Allrundos“ in die „Zauberflöte“. Als Kontrast dazu die „Kleine Kammermusik“ von Paul Hindemith, dem bedeutendsten Repräsentanten deutscher Musik im 20. Jahrhundert. Dass die jungen Musiker auch seinen hohen Ansprüchen genügten, verwunderte nicht. Wunderschöne melodische Musik erfüllte den Raum, als sie die von David Walter bearbeitete Carmen-Suite der gleichnamigen Oper von Georges Bizet zu Gehör brachten. Vor allem war bei der „Habanera“ die Entzückung groß.

Die geforderte Zugabe wurde bereitwillig gewährt. KuFo-Vorsitzender Günter Kölling freute sich - zu Recht – riesig über die Resonanz, die das Konzert gefunden hatte.

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