Ein Reigen klassischer Klänge

Von: mabie
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Beeindruckend war nicht nur die Optik, sondern auch der Gesang: der Koninklijk Kerkraads Mannenchor St. Lambertus und der Mannenchor RMK 1921 Brunssum unter der Leitung von Wim Schepers. Foto: Markus Bienwald

Kerkrade. An der Musik und an der exzellenten Performance der Beteiligten kann es definitiv nicht gelegen haben, dass die Aula Major der Abtei Rolduc am Sonntagnachmittag nur ungefähr zur Hälfte gefüllt war.

Denn das, was unter dem Titel „Concerto die Amici“ dort zu hören war, übertraf nicht nur in der musikalischen Auswahl alle Erwartungen.

Der Koninklijk Kerkraads Mannenchor St. Lambertus und der Mannenchor RMK 1921 Brunssum unter der Leitung von Wim Schepers eröffneten einen Reigen von klassischen Klängen, die in der Aula Major genau den richtigen Platz gefunden hatten. Dass die Besucher an diesem Nachmittag auch an der richtigen Stelle saßen, bestätigte gerne auch Conferencier Frans Meewis, der ebenso charmant wie eloquent durch das ausgesuchte Programm führte.

Und ganz nebenbei erläuterte er das Ziel dieses Benefizkonzertes, das dem „Comité Maria Radna“ gewidmet war. „Die Basilika Maria Radna in Lipova ist der wichtigste römisch-katholische Wallfahrtsort in Rumänien“, so Meewis. Viele Besucher, die teils von weit her anreisen, um dieses beeindruckende Denkmal sakraler Baukunst zu besuchen, sehen aber auch die dringend notwendigen Restaurations- und Instandhaltungsarbeiten. „Der Unterhalt und die dringend notwendige Wiederherstellung dieses beeindruckenden Bauwerks, das zum kulturellen Erbe Europas gehört, ist eine gigantische Aufgabe“, schloss Meewis.

So trugen die Musiker, die ohne zu zögern, aus allen Himmelsrichtungen nach Rolduc gekommen waren, ihr Scherflein bei, um mit Begeisterung Geld für das Monument zu sammeln. So zeigte beispielsweise die deutsch-französische Sopranistin Catherine Veillerobe in ihrem „Lied an den Mond“ von Dvorak, warum sie sich auch im Zusammenspiel mit so bedeutenden Dirigenten wie Kurt Masur oder Christian Thielemann einen eigenen Platz in der klassischen Musikwelt ersungen hat.

Echtes Hörvergnügen nicht nur für Opernfans brachte auch Gergely Németi auf die Bühne der Aula Major, der beispielsweise das berühmte „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ aus Mozarts „Zauberflöte“ eindrucksvoll und eindringlich in die Ohren der bezauberten Zuhörer brachte.

Antonia van der Beesen ließ ihre Stimme beispielsweise zu „Voce di Donna“ aus Ponciellis „La Gioconda“ erklingen und entließ damit einen wohligen Schauer nach dem anderen über die Zuhörer. Die waren auch vom eindrucksvollen Klavierspiel von Wil Meurders beeindruckt. Mit ihrem vom Feinen bis zum Gigantischen beeindruckenden Spiel, lockte sie nicht nur die Solisten aus der Reserve, sondern gab auch den beiden Männerchören ein Fundament auf den Weg, auf dem das ganze Konzert bauen konnte.

Angesichts dieser Leistungen konnte am Ende nur ein „Chapeau“ für die Mitwirkenden stehen, die bei diesem eindrucksvollen Benefizkonzert zugunsten des guten Zwecks wirklich an ihre Grenzen gingen.

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