Alsdorf - Ein Prinz, der auf dem Bierdeckel begann

Ein Prinz, der auf dem Bierdeckel begann

Von: Stefan Schaum
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Wir sind bereit! Frank und Sandra Breuer wollen als Prinzenpaar in Alsdorf für einigen Schwung sorgen. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Ob damals größere Mengen Glühwein im Spiel waren, ist nicht überliefert. Jedenfalls ist es auf dem Alsdorfer Weihnachtsmarkt passiert, und zwar vor acht Jahren. „Damals hab ich spontan auf einem Bierdeckel unterschrieben, dass ich mich als Karnevalsprinz zur Verfügung stellen würde“, sagt Frank Breuer.

Diesen Deckel hat Toni Klein, Ex-Prinz und Vorstandsmitglied der Prinzengarde, an sich genommen und gut aufbewahrt. Deshalb muss Frank Breuer jetzt Federnhut und Strumpfhose anziehen. Er macht‘s ja gern. Mit seiner Sandra wird er in der kommenden Session in Alsdorf-Mitte das Zepter schwingen.

Schwung hat er, der angehende Prinz. Nach seinem Alter gefragt, sagt er: „28! Also: gefühlte 28 Jahre.“ Tatsächlich sind es zwar bereits 46, doch wer wird im Karneval schon kleinlich sein? 44 Jahre alt ist seine Prinzessin – und im kommenden Jahr, wenn die jecke Zeit gelaufen ist, wird die Silberhochzeit gefeiert. „Da stehen uns ‘ne ganze Menge Highlights bevor“, sagt Frank Breuer, der als Mitglied der KG Burgwache in der kommenden Session auch deren 6 x 11-Jähriges majestätisch veredeln wird. Daher auch sein Motto: „Burgwachefestspiele – kumm loss mer fiere“. Dass die Alsdorfer Burg auch auf dem Prinzenorden zu sehen sein wird, versteht sich da wohl ganz von selbst.

Das volle Programm bieten

Das Paar will das volle Programm bieten: „Tanzen, quatschen und singen“. Drei Songs sind in Vorbereitung, deren Titel sollen noch ein Geheimnis bleiben. Bedeckt halten wird Breuer sich auch, was sein politisches Engagement betrifft. Dass er Fraktionsmitglied der Alsdorfer Bürger Union (ABU) ist, soll auf der Bühne keine Rolle spielen. „Wir wollen bloß jeck sein“, sagt Sandra Breuer, die als ehemaliges Tanzmariechen gut mit der närrischen Bühne vertraut ist.

Wer von beiden wohl der größere Jeck ist. Er: „Sie!“, Sie: „Er!“. Dann lachen sie und sagen: „Eigentlich sind wir beide gleich jeck“. Das haben sie mit der Siedlergemeinschaft Alsdorf-Ost auch bei einigen Rosenmontagszügen bereits bewiesen. Aus dem Freundeskreis hat das Paar auch sein Gefolge rekrutiert. „Die haben sich gleich revanchiert und uns zu einem besonderen Programmpunkt bei den Auftritten verdonnert“, sagt Breuer, schweigt sich über diesbezügliche Details aber aus. Er kann es aber kaum erwarten, die Geheimnisse zu lüften. „Wir wollen, dass es bald losgeht“, sagt er. „Viele Leute auf der Straße rufen jetzt sowieso schon Alaaf, wenn sie mich sehen.“ Daran könnte er sich glatt gewöhnen.

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