Ein Kreisel soll das Neubaugebiet am Kloshaus anbinden

Von: Stefan Schaum
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Hier könnte es rund gehen: Per Kreisverkehr ließe sich das Neubaugebiet an der Mündung Alsdorfer und Aachener Straße anbinden. Foto: Schaum

Baesweiler. In die Entwicklung des Neubaugebietes An Kloshaus kommt weitere Bewegung. Zwar konnte die vom Planungsbüro Heinz Jahnen Pflüger vorbereitete Machbarkeitsstudie in der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsgründen aufgrund von Terminschwierigkeiten nicht wie geplant vorgestellt werden, doch der Technische Beigeordnete Peter Strauch skizzierte die nächsten möglichen Schritte.

Die Fläche – insgesamt 18 Hektar groß – solle in drei Abschnitten erschlossen und bebaut werden. Verkehrlich angebunden werden könnte das Gebiet über die Aachener Straße. Dort konnte sich Peter Strauch gut einen weiteren Kreisverkehr vorstellen, und zwar an der Einmündung Höhe Alsdorfer Straße. Somit wäre eine Zufahrt vom „Westzipfel“ aus in das neue Gebiet möglich und es sei kein Rückstau durch Abbieger zu befürchten. „Da schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe“.

Grün eingerahmt

Grün eingerahmt soll das Gebiet werden. „Wir wollen durch Bepflanzung im Außenbereich für einen harmonischen Ortsabschluss sorgen.“ Zwei grüne Achsen sollen sich zudem durch das Neubaugebiet ziehen, eventuell bekommt auch die Aachener Straße einen neu bepflanzten Grünstreifen. Die Anbindung an die Innenstadt soll über Peterstraße und Im Brühl möglich sein. Strauch: „Wir werden prüfen, wie wir die entsprechenden Zufahrten so gestalten können, dass sie den zusätzlichen Verkehr aufnehmen können.“ Von der Aachener Straße aus soll das Neubaugebiet in Richtung Bergehalde wachsen.

Dass das überhaupt geschehen soll, bot im Ausschuss Anlass zu Diskussionen. Die CDU befürwortete den Ausbau. „Das kann ein Gebiet werden, das für junge Familien sehr attraktiv wird und zugleich Möglichkeiten eröffnet, den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen. Wir sehen der Sache offenen Auges entgegen und betrachten sie positiv“, sagte Ferdi Reinartz.

Die SPD sah das anders, nämlich skeptisch. „Wir können der Planung so nicht folgen. Ein Neubaugebiet von Baesweiler in Richtung Setterich wäre hier sinnvoller gewesen“, sagte Dieter Fritsch. Zum einen, um weitere potenzielle Fahrgäste in die Nähe des erhofften Euregiobahn-Haltepunktes in Setterich zu bringen. Zum anderen, um nicht An Kloshaus womöglich Neubürger zu haben, die aufgrund der Nähe zu Alsdorf dort ihre Einkäufe und den Schulbesuch erledigen. Dem schloss sich für die Linke Lara Basten an. „Auch wir plädieren für ein Neubaugebiet bei Setterich.“

Die Grünen hingegen wollen die Flächen zwischen Baesweiler und Setterich lieber weiterhin naturbelassen sehen. „Grüngürtel zwischen den Stadtteilen haben große Vorteile, auch klimatische. Diese Räume sollte man besser nicht zubauen“, sagte Fraktionsvorsitzender Rolf Beckers. Das geplante Gebiet bei Kloshaus fand seine Zustimmung, sollte aber in möglichst vielen Einzelschritten bedarfsgerecht erschlossen werden. Was mögliche Bauflächen im Bereich Setterich betrifft, legte der Technische Beigeordnete Peter Strauch nach: Die seien im Regionalplan der Bezirksregierung gar nicht vorgesehen. Für die Baupläne westlichen Bereich hatte die Bezirksregierung am 2. September 2013 grünes Licht erteilt.

Bebauungsplan aufstellen

Gegen die Stimmen von SPD und Grünen votierte der Ausschuss dafür, die erforderliche Flächennutzungsplanänderung auf den Weg zu beringen und einen Bebauungsplan aufzustellen.

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