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Eiffelturm ist stets im Blick

Von: Stefan Schaum
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Alles im Blick: Die Messergebnisse etlicher Sensoren landen rund um die Uhr auf den Kontrollmonitoren der Firma F´IS im Technologiepark Herzogenrath. Foto: Stefan Schaum

Herzogenrath. Der Strom der Daten ist gewaltig. Aus Industrieunternehmen und von Kreuzfahrtschiffen landen rund um die Uhr Messergebnisse auf etlichen Monitoren im Kohlscheider Technologiepark (TPH).

Auch was Sensoren an gut 200 Windkraftanlagen weltweit aufzeichnen, haben die Mitarbeiter der Firma „FAG Industrial Services” (FIS) im Blick. Sogar der Aufzug des Pariser Eiffelturms ist ein Fall für sie. Denn sie sorgen dafür, dass weltweit Wälzlager und Zahnkränze in Schwung bleiben.

„Stillstand ist für uns das Schlimmste”, sagt Hans-Willi Keßler. Damit meint der Firmengründer nicht bloß all die rotierenden Teile in Maschinen. Was 1995 unter dem Namen Microtech GmbH als „ganz kleiner Laden mit drei Leuten” begonnen hat, gehört seit 2002 zur Schaeffler Gruppe und beschäftigt aktuell 250 Mitarbeiter. 100 von ihnen haben die Anlagen der Kunden vom TPH aus im Blick.

Telediagnose ist das Stichwort: es geht um Kurven, Diagramme, eine Flut von Zahlen. „Wir sind im Grunde der Arzt für die Maschinen”, sagt Keßler, „wenn da was im Anzug ist, müssen wir es frühzeitig erkennen und behandeln.”

Schwingungswächter

Schlägt etwa ein so genannter Schwingungswächter an einer Maschine Alarm, wird in Kohlscheid geschaut, was neu justiert werden kann und muss. „Mit dem richtigen Know-how werden aus den Schwingungsanalysen die nötigen Wartungsarbeiten abgeleitet.”

Neben solcher Ferndiagnose unterstützt FIS Kunden auch vor Ort. Zu solchen Projekten gehört der Eiffelturm, bei dem erst jüngst Messungen an den Aufzügen anstanden. „Wir sorgen für eine sichere Fahrt”, sagt Armin Kempkes, Geschäftsführer der FIS. Nicht ohne Stolz darauf, einen Beitrag zur täglichen Beförderung tausender Touristen auf das Wahrzeichen von Paris zu leisten.

Ähnlich ist es in London. Denn beim Bau des 135 Meter hohen Riesenrades an der Themse, dem so genannten London Eye, war ebenfalls das Know-how von FIS gefragt. Die Schaeffler Gruppe lieferte zwei metergroße und tonnenschwere Pendelrollenlager; die Monteure der FIS unterstützten bei der Lagermontage.

Im Verborgenen

Dass solch imposante Technik für die Besucher der Attraktion eher im Verborgenen bleibt, liegt in der Natur der Sache. Was Kempkes und Keßler keineswegs stört. Denn letztlich gelte für jedes kleine Rädchen, was für die ganze Firma gelte: Hauptsache, es läuft!
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