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Ehrung für Wilhelm Kriescher: Botschafter des Würselener Brauchtums

Von: ehg
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Ausgezeichnet: Wilhelm Kriescher (r.) erhält aus der Hand von Bürgermeister Arno Nelles beim Empfang der Jungenspiele den Ehrenteller der Stadt. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Eine hohe Ehre wurde dem Ehrenvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele, Wilhelm Kriescher, im Rahmen des Jungenspielempfangs der Stadt im voll besetzten Rathaussaal zuteil. Gemäß einem einstimmigen Beschluss der Ehrenkommission verlieh Bürgermeister Arno Nelles ihm, dem Gesicht der Jungenspiele seit mehr als vier Jahrzehnten, den Ehrenteller der Stadt.

Zuvor würdigte er dessen Verdienste, die dieser sich im Laufe vieler Jahre nicht nur um die Pflege des jahrhundertealten Brauchtums erwarb. Nicht unerwähnt ließ Nelles dessen ehrenamtliches Engagement in der Arbeiterwohlfahrt, als Schöffe, als Rettungssanitäter bei der Johanniter-Unfallhilfe und als aktives Mitglied der Freundschaftsgesellschaft Hildburghausen. Eine große Delegation aus der thüringischen Partnerstadt machte ihm am Ehrentag ihre Aufwartung.

Der 1940 in Aachen geborene ausgebildete Maschinenschlosser, der zehn Jahre als Küster an St. Sebastian seinen beruflichen Verpflichtungen nachging, schnupperte 1968 nach seinem Wechsel nach Würselen beim Scherberger Jungenspiel erste Brauchtumsluft. Als Beisitzer (und Fotograf) übernahm Kriescher 1975 ein Amt im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft.

Das Amt des Schriftführers bekleidete er von 1977 bis 1979. Von 1993 an stand er fünf Jahre lang an dessen Spitze. Zehn Jahre lang ließ er sich als Vorsitzender des Jungenspiels Markt-Preck in die Pflicht nehmen. Zum AWJ-Ehrenvorsitzenden wurde er im Jahre 2000 ernannt. Mit der Verleihung der Ehrenmedaille würdigte die Stadt 2006 Krieschers vielfältige Verdienste um die Pflege des Jungenspiel-Brauchtums. Bürgermeister Nelles fasste zusammen: „Die Jungenspiele in unserer Stadt haben Dir viel zu verdanken. Wir brauchen Dich nach wie vor“, ermunterte der Bürgermeister den zu Ehrenden, in seinem Eifer nicht müde zu werden.

Bevor dieser sich ins Goldene Buch eintrug, verlas Nelles die Urkunde und überreichte den Ehrenteller. Blumen gab es für Ehefrau Margarete, die über die Jahre viel Verständnis für das ehrenamtliche Engagement ihres Mannes aufbrachte.

Zwischenzeitlich in seine Fußstapfen sind als „Jonge van et Spell“ seine beiden Söhne Michael und Stephan mit ihren Familien bis hin zu den Enkelkindern getreten. Die Glückwünsche aller Jungenspiele zur hohen Auszeichnung durch die Stadt überbrachte der AWJ-Vorsitzender Hans Maaßen. „Das Brauchtum ist mir in über vier Jahrzehnten ans Herz gewachsen“, bedankte sich der Geehrte sichtlich gerührt. Donnernder Applaus brandete auf.

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