Ehrenteller für Franz Mertens: Viele Touren zu einem Erlebnis gemacht

Von: ehg
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Eintrag ins Goldene Buch: Mit dem Ehrenteller der Stadt Würselen wurde Franz Mertens vom Heimatverein Würselen durch Bürgermeister Arno Nelles ausgezeichnet.

Würselen. Es war für Bürgermeister Arno Nelles ein besonderer Anlass, die der Stadt anlässlich der 1100-Jahrfeier vom Heimatverein Würselen gestiftete Amtskette anzulegen. Durfte er doch dessen Ehrenvorsitzenden Franz Mertens ob seiner vielfältigen Verdienste um das kulturelle Leben der Stadt auf einstimmigen Beschluss der Ehrenkommission den Ehrenteller verleihen. Der am 27. Mai 1937 geborene zu Ehrende war 41 Jahre im Vorstand des Vereins tätig, von 1967 bis 1979 als Beisitzer, von 1979 bis 1991 als zweiter Vorsitzender und von 1995 bis 1997 als kommissarischer Beisitzer. Danach drückte er 15 Jahre lang als Vorsitzender dem Vereinsleben seinen Stempel auf. Als Ehrenvorsitzender gehört er auch weiterhin dem Vorstand an.

„Der heute zu Ehrende ist aller Ehren wert“, begrüßte Bürgermeister Nelles die vielen Gäste im Sitzungssaal. Nelles betonte: „Es ist wichtig, dass unsere Heimat im Zeitalter der Globalisierung nicht in Vergessenheit gerät.“ Unter diesem Aspekt gewinne die Arbeit in den Heimatvereinen immer mehr an Bedeutung. Heimat zu vermitteln, dieser Herausforderung habe sich der Heimatverein Würselen seit 1934 gestellt.

„Franz Mertens hat unsere nahe und auch entferntere Heimat erwandert.“ Dankbar war der Bürgermeister ihm, dass er durch „seine“ Fahrten mit dem Verein in die Bretagne die Partnerschaft mit Morlaix durch persönliche Kontakte mit Leben erfüllt habe. In Morlaix sei er bis heute zu ein gern gesehener Gast. „Sie passen nahtlos in die Reihe Ihrer Vorgänger hinein!“ Mit diesen Worten überreichte Nelles den Ehrenteller. Blumen gab es für Ehefrau Gertrud.

In der Funktion als Wanderführer organisierte Mertens eine Vielzahl von Monatswanderungen. Dabei kommentierte er nicht nur die Landschaft. Vielmehr vermittelte er sachkundig auch den geschichtlichen und kulturellen Hintergrund des Erlebten. Themenorientierte Tagesausflüge standen neben Drei-Tages- und Wochenfahrten ebenfalls auf seinem Programm.

Nicht nur das Wandern war ihm ein besonderes Anliegen in der Vereinsarbeit. Er organisierte auch Lichtbildabende mit regionalem Bezug und mit Exkursionen in fernere Gegenden. Auch Fahrradtouren wurden von ihm geführt. Seine persönliche Präsenz bei Veranstaltungen war ihm immer sehr wichtig. Indem er regelmäßig Kirchendienst macht, engagiert er sich auch in der Pfarre St. Sebastian. Dass sein Bekanntheitsgrad groß ist, bedarf keiner Frage.

Lang war die Liste der Gratulanten, die das kulturelle Wirken von Franz Mertens würdigten. Angeführt wurde sie für die CDU im Rat der Stadt durch Vize-Bürgermeister Harald Gerling, gefolgt vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Stefan Mix. Auch der Heimatverein Würselen habe dazu beigetragen, dass Würselen eine lebendige Stadt mit eigenem Charakter sei, führte er aus.

Für die Bündnisgrünen schloss sich Anka Erdweg an: „Vielen Menschen haben Sie unsere sehenswerte Stadt und Umgebung zu Fuß und mit dem Fahrrad näher gebracht.“ Die Glückwünsche der UWG überbrachte der stellvertretende Vorsitzende Ralf Niederhäuser und die der FPD-Fraktion deren Vorsitzender Hans Carduck.

Seine Aufwartung machte auch der Vorsitzende des Kulturausschusses, Hans-Josef Bülles. Für den Heimatverein gratulierte Vorsitzender Heinz Blankenheim seinem Vorgänger und dessen Ehefrau zu der erfahrenen Auszeichnung recht herzlich.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt durch ein Mandolinenquartett unter Leitung von Herbert Lürken mit Sopranistin Monika Kettenis vom Stadttheater Aachen als Überraschung. „Kein schöner Tag“ und „Es tanzt die schöne Estrella“ aus Carl Millöckers „Gasparone“ brachte sie zu Gehör.

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