Ehrenamtliche Hilfe: Senioren und Engagierte gewinnen

Von: Daniel Gerhards
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Ein paar Pflanzen kann Therese Pluhatsch in ihrem Zimmer im Seniorenzentrum St. Anna großziehen. Vielleicht wird daraus schon bald ein kleiner Kräutergarten. Foto: Daniel Gerhards

Alsdorf. Therese Pluhatsch hat in ihrem Zimmer jede Menge Kräuter. In großen Dosen bewahrt die 74-Jährige die getrockneten Pflanzen mit der heilenden Wirkung auf. Seit sie vor vier Jahren ins Seniorenzentrum St. Anna zog, fällt es ihr schwer Kräuter anzubauen, denn in den Töpfen auf der Fensterbank gedeihen diese längst nicht so gut, wie draußen.

Eigentlich könnte Therese Pluhatsch ihre Kräuter im Garten des Seniorenzentrums anbauen, so wie sie es jahrzehntelang in ihrem eigenen Garten getan hat. Denn die Heimleitung würde ihr ein Stück des Geländes für einen Kräutergarten bereitstellen.

Allerdings kann sie das kleine Stück Garten nicht mehr selbst bewirtschaften. „Das wäre sehr schön, wenn sich jemand finden würde, der mir dabei hilft”, sagt Therese Pluhatsch. Gemeinsam mit einem interessierten Ehrenamtler würde sie gerne Johanniskraut, Spitzwenderich, Schafgarbe und andere wohltuende Kräuter anpflanzen.

Bei der Suche nach einem ehrenamtlichen Helfer bekommt sie Hilfe von Elisabeth Hogen, Ansprechpartnerin für die Ehrenamtlichen Helfer in St. Anna. Trotz großer Unterstützung durch 23 Ehrenamtler, weiß sie wie schwer es ist, Freiwillige für die Arbeit mit den alten Menschen zu begeistern. Bei den regelmäßigen Ausflügen der Bewohner ist beinahe für jeden der Senioren eine Betreuungsperson nötig.

Hogen: „Das wäre schade, wenn wir in Zukunft keine Ausflüge mehr anbieten könnten.” Hogen sieht im ehrenamtlichen Engagement Vorteile für beide Seiten. „Unsere Bewohner bekommen Zuneigung. Die Ehrenamtler bekommen dafür Anerkennung und Wertschätzung. Sie tun etwas Sinnvolles, was ihre eigenes Leben auch bereichert.”
Vom Einsatz der Ehrenamtler können in Zukunft auch „Gäste” des Seniorenzentrums profitieren, die nur für kurze Zeit nach St. Anna kommen.

Seit Beginn des Monats ist das Seniorenzentrum eine integrierte Tagespflegeeinrichtung. Acht Pflegebedürftige oder Demenzkranke können aufgenommen werden. Das Besondere: Die Tagesgäste können den Tag gemeinsam mit den Bewohnern verbringen und an allen Aktivitäten, die im Haus angeboten werden teilnehmen. „Wenn neue Leute zu uns kommen, bringen die oft Schwung in den Laden.”
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