Alsdorf - Ehrenamtler für gute Pflege motivieren

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Ehrenamtler für gute Pflege motivieren

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Hildegard Marx setzt sich vehement für den Rot-Weiß-Sportplatz ein.

Alsdorf. „60 Jahre und kein bisschen müde”, umschreibt Hildegard Marx, Mutter zweier fußballbegeisterter Söhne, drei Fußball spielenden Enkeln und CDU-Stadtverordnete, den Traditionsverein Rot-Weiß Alsdorf, der erst im vergangenen Jahr diesen runden Geburtstag feierte.

„Zahlreiche Jugendmannschaften zeugen von einer soliden in die Zukunft gerichteten Vereinsarbeit”, so Hildegard Marx. Im Gegensatz hierzu leider der Zustand der Sportanlagen und des Vereinsheims.

Immer noch spielen die Mannschaften auf einen Aschenplatz, die Sanitäranlagen des Vereinsheims sind lange sanierungsbedürftig, und der Zugang zum Sportplatz ist nur über fremden Grund möglich. Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer wäre der Sportplatz längst nicht mehr bespielbar, weiß die Ratsfrau.

„Freiwillige Ausgaben sind nicht möglich”, hat die Verwaltung bisher eine umfassende Sanierung der Sportanlage abgelehnt. Aber jetzt konzentrieren sich nach und nach vier städtische Einrichtungen in unmittelbarer Nähe des Sportplatzes von Rot-Weiß an der Herzogenrather Straße.

Eine Kindertagesstätte (auch Bambini spielen schon Fußball), die neue Grundschule, bald Realschule und Gymnasium. Sie alle brauchen eine Anlage für den Schulsport. Die Kosten dafür samt Kunststoffrasen, Ballfangzäunen und einem angemessenen Sanitärbereich haben bei einem Vergleich mit Nachbarkommunen rund 1,3 Millionen Euro gekostet.

„Dies ist sicherlich eine große Summe”, sagt Hildegard Marx, „die man jetzt aber auf vier Einrichtungen verteilen muss, um zu einer sachlich gerechten Abgrenzung mit anderen Sporteinrichtungen der Stadt zu kommen. Ich sehe auch eine finanzwirtschaftliche Rechtfertigung darin, dass aus der Zusammenlegung der beiden Grundschulen Busch und Mitte rund 400.000 Euro jährlich gespart werden.”

Die Konzentration der beiden großen Schulen soll zu Einsparungen von 788.000 Euro führen, so die Gemeindeprüfungsanstalt des Landes NRW. „Hilfreich wird auch sein, wenn wir die derzeit niedrigen Zinssätze auf dem Kapitalmarkt nutzen könnten”, glaubt die CDU-Stadtverordnete.

„Bei Kreditzinsen von vier und einer Tilgung von zwei Prozent würde sich rechnerisch ein Schuldendienst von rund 78.000 Euro im Jahr ergeben. Dies muss uns die Gesundheit und Entwicklung von rund 1600 Schülern, Kindern und Jugendlichen, die einmal das Schulzentrum besuchen werden, wert sein.” Für gerade mal gut vier Euro im Monat je Nutzer biete sich eine große Chance für Rot-Weiß und für den gesamten Fußballsport in Alsdorf, meint Hilde Marx. „Die ehrenamtliche Pflege der Sportanlage wird der Verein sicherlich gerne und motiviert weiter übernehmen. Dies spart der Stadt auch Folgekosten”, so die Stadtverordnete.

Die Forderung nach einem Schulsportplatz für das neue Schulzentrum im Annapark, das wie berichtet CDU-Stadtverbandsvorsitzender Bernd Mortimer auf den Weg gebracht hat und von der Ratsmehrheit unterstützt wird, trägt auch die Ratsfrau aus Busch konsequent mit.
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