Herzogenrath - „EFaS“: Unterstützen und Gesellschaft leisten

„EFaS“: Unterstützen und Gesellschaft leisten

Von: fs
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Ehrenamtliche mit den Organisatorinnen aus dem Projekt EFaS. Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann (M.) überreichte die Ausweise. Foto: W. Sevenich

Herzogenrath. Engagement lohnt sich. Das fanden jedenfalls die 20 Ehrenamtler vom Projekt „EFaS“ (Ehrenamt für Familien und Senioren). Sie verbrachten einen herrlichen Nachmittag. Zunächst ging es hoch auf die Halde Adolf. Interessiert begleitet wurden sie von Arne, dem Hund von Ursula Brunell. Sie ist bereits seit drei Jahren aktiv beim Projekt und hatte „ihre Dame“ mitgebracht, die sie einmal wöchentlich besucht.

Die 80-jährige Frau B. ist stark sehbehindert. „Deshalb kann sie nur schwer am kulturellen Leben und bei zahlreichen Freizeitaktivitäten teilnehmen“, erläutert Mirjam Küpper, eine der Organisatorinnen.

„Das ist Sinn unseres Projektes“, ergänzt Ivanka Radocaj, ebenfalls vom Orgateam. „Seniorinnen und Senioren, die ein wenig Alltagsunterstützung benötigen oder einfach nur etwas Gesellschaft brauchen, vermitteln wir Ehrenamtliche aus unserem Projekt.“

Die gut gelaunte Gruppe ging dann später zum Grillen im Naturfreundehaus Merkstein über. Die Erste Beigeordnete der Stadt Herzogenrath, Birgit Froese-Kindermann, betonte, wie wichtig diese ehrenamtliche Arbeit für ein gutes Zusammenleben von Jung und Alt in Herzogenrath ist.

„Ich bin stolz, dass ich heute wieder einigen Frauen und Männern den Ehrenamtsausweis überreichen darf. Dieser weist sie in den Familien aus und bescheinigt, dass sie in dem grundsoliden und ehrenamtlichen Projekt tätig sind“, ergänzte Froese-Kindermann.

Bei EFaS können sich Menschen melden, die sich gerne ehrenamtlich engagieren wollen. Dann folgt immer ein ausführliches Gespräch über Einsatzwünsche, zeitliche Möglichkeiten und den Aufbau des Projektes. Darüber hinaus wird eine Basisschulung angeboten, und es finden regelmäßige Austauschtreffen statt.

Gleichzeitig können sich Familien sowie Senioren melden, die Unterstützung und Begleitung benötigen. In Familien ist es oftmals hilfreich, wenn jemand ein-, zweimal die Woche mit dem Kind Hausaufgaben macht und übt. Oder wenn die berufstätige Mutter drei Stunden in der Woche einfach Zeit für sich bekommt, um wieder Kraft zu schöpfen, während der Ehrenamtler mit dem Kind zum Spielplatz geht.

Sehr junge Mütter, Väter oder Alleinerziehende freuen sich über den regelmäßigen Besuch eines Ehrenamtlichen. Hier kommt gleichsam eine Großmutter oder ein Großvater ins Haus, die sonst sehr weit weg wohnen.

In Kürze wird auch wieder eine Familienfeuerwehr über das Projekt angeboten. Dies ist Hilfe im Notfall und für einen kurzen, begrenzten Zeitraum, bis eine gute Lösung gefunden wurde.

Erkrankt kurzfristig Mutter oder Vater und die Kinderbetreuung ist plötzlich nicht mehr gewährleistet, dann springt die Familienfeuerwehr ein.

„Das Projekt funktioniert so gut, weil wir tolle Ehrenamtliche haben, die mit Herz und Verstand dabei sind“, erläuterte Birgit Kuballa, Koordinatorin des Lokalen Bündnisses für Familien. „Und es ist ein tolles Kooperationsnetzwerk, welches die erforderlichen Kompetenzen abdeckt: Familienbündnis, Koordination „Rund ums Alter“, die Servicestelle der Caritas ‚moliri‘, das FrauenKomm.Gleis1 und der Bereich Jugend der Stadt.“

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