Dreigestirn und MZ ermöglichen Operation

Von: mabie
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Hilfe für Jungen aus Afghanistan: Neben Prof. Dr. Thomas-Alexander Vögeli als Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am MZ freute sich auch das Dreigestirn der KG „Au Ülle“ Würselen mit Prinz Harald Matthäus, Bauer Achim Mallmann und Prinzessin „Gregoria“ Gregor Kreuz von Vertretern des Fördervereins de MZ über die gelungene Operation. Foto: Markus Bienwald

Würselen. Kein „Alaaf!“ war nötig, um das Würselener Dreigestirn der Karnevalsgesellschaft „Au Ülle“ nun im Medizinischen Zentrum (MZ) zum Strahlen zu bringen. Vielmehr waren es die fröhlichen Augen eines Jungen aus Afghanistan, der nun dank des finanziellen Einsatzes der Karnevalisten einen dringend notwendigen, hochkomplexen Eingriff vornehmen lassen konnte.

In Zusammenarbeit mit den Senatoren der Karnevalsgesellschaft „Au Ülle“ aus Würselen und dem Förderverein des MZ sammelten sie bei Auftritten während der Session Spenden, um Kindern aus Krisengebieten zu helfen. Die Kinder leiden unter Kriegsverletzungen oder haben mit schweren Behinderungen zu kämpfen, die oft in ihren Heimatländern nicht adäquat versorgt werden können. Dazu gehörte auch die seltene Diagnose des Jungen, vom dem sein Alter nicht bekannt ist, den Prof. Dr. Thomas-Alexander Vögeli aber auf circa zwölf Jahre schätzt, lautete „angeborene Blasenekstrophie mit einer Epispadie“. Dabei handelt es sich um eine Verschlussstörung der Bauchwand mit freiliegender, eröffneter Harnblase. „Der junge Mann war durch eine Entzündungsreaktion seines eigenen Urins auf der Haut immer wund“, erklärte Prof. Vögeli, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am MZ.

Durch eine komplett entfernte Blase samt kontrollierter Harnableitung und Penisaufbauplastik kann der Junge nun wieder ins Friedensdorf Oberhausen zurückkehren. Dort konnte die notwendige Versorgung nicht mehr gewährleistet werden. „Mitte Februar ist der Junge gemeinsam mit anderen Kindern in einem Charterflugzeug nach Deutschland gekommen“, ergänzt Hanna Lohmann vom Friedensdorf, „und wir freuen uns, ihn endlich operiert wieder zu uns nehmen zu können. Prinz Harald Matthäus zweifelte wie seine Kollegen vom Dreigestirn, Bauer Achim Mallmann und Prinzessin „Gregoria“ Gregor Kreutz, keine Sekunde daran, dass die in der Session gesammelten exakt 25.213,07 Euro gut angelegt waren. „Das Dasein als Tollität hat auch angesichts der vielen Termine eher den Charakter eines Jobs, den man tut“, sagte er, „aber wenn ich sehe, wie viel Gutes wir und die Karnevalsgesellschaft Au Ülle damit tun können, berührt das mein Herz“, sagte Matthäus.

Das emotionale, ein Stück weitergehende Gefühl, in Kooperation mit dem Team von Spezialisten im Medizinischen Zentrum Würselen Gutes tun zu können, geht aber noch weiter. „Die großzügige Spende kann voraussichtlich für zwei weitere Hilfestellungen verwendet werden“, freute sich Katharina Kopiecny vom MZ.

Im Medizinischen Zentrum in Würselen werden jährlich ein paar Kinder im Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie und in der Klinik für Urologie und Kinderurologie behandelt. Über Sprachbarrieren hinweg, die im MZ oft auch mit freiwilligen Dolmetschern überwunden werden, wird so nicht nur die medizinische Versorgung gesichert.

Zusätzlich ist eine intensive Betreuung durch das gesamte Klinikpersonal gewährleistet. Für das MZ sind dabei in erster Linie humanitäre Gründe für die Aufnahme der Kinder ausschlaggebend. Die Behandlungskosten werden allerdings von keiner Kasse übernommen, weshalb das MZ hier immer wieder auf Spenden angewiesen ist.

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