Baesweiler - Dramatische Momente nuanciert gelesen

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Dramatische Momente nuanciert gelesen

Von: mas
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Regine Kölpin geht im wahrsten Wortsinn mit ihrer Geschichte mit. Gestenreich und mit ganz eigener Körpersprache.

Baesweiler. Noch bevor Regine Kölpin die erste Seite ihres Romans aufgeschlagen hat, bekommt die Schriftstellerin das erste von einigen Komplimenten an diesem Abend. Michael Peters, Edelfan der Krimiautorin geht schnurstracks auf die Ostfriesin zu und gratuliert ihr. „Sie haben ein wunderschönes Kleid an“, sagt der junge Mann etwas schüchtern. Ein paar Geschenke (Kalender) hatte er der Buchautorin auch gleich mitgebracht. „Die kommen natürlich auf meinen Schreibtisch“, hat Regine Kölpin dem Fan ihrer Bücher versprochen. Und dann geht’s auf die Bühne.

Dort wartet Bibliothekarin Elke Tetz auf die prominente Leserin, um einen „ganz lieben Gast aus dem hohen Norden“ willkommen zu heißen. Regine Kölpin ist zum fünften Mal in der Alten Scheune der Burg Baesweiler. Ein kleines Jubiläum feiert sie mit der Vorstellung ihres Buches „Der Meerkristall“. Die Geschichte der Hebamme Hiske Aalken aus dem Ostfriesland von 1548.

„Hiske Aalken wird zu einem Weibe gerufen, das niederkommt“, beginnt sie. Edel wie ihr Kleid ist auch die Sprache der Kölpin. Ihr neuer Roman passt thematisch in die Burg wie der Schlag Rahm auf einen altdeutschen Apfelkuchen. Regine Kölpin, sie „wandert“ unablässig über die Bühne und verschmäht den weichen Sessel, braucht kein Mikrofon.

Kölpin, auch als Kinderbuchautorin bekannt geworden, liest klar, mit kräftiger Stimme, aus der die dramatischen Momente der Geschichte nochmals nuanciert zum Publikum herüberkommen. Gestenreich, mit einer die Spannung kontinuierlich aufbauenden Körpersprache, beschreibt sie ihren Roman um den ermordeten Friso van Heek, der eines Tages im Neuen Siel tot aufgefunden wird.

Urlaubstrip

In Baesweiler fühlt sich die Autorin, das bekennt sie noch in den ersten Minuten ihres Auftrittes, sehr wohl. Denn hier ist sie auch nicht nur dienstlich unterwegs. Lesung und Besuch bei ihrer Freundin Christel Laser lassen den Trip in den äußersten Westen eher zu einer kleinen Urlaubsreise werden. Nach dem Pausencocktail wechselt die gebürtige Oberhausenerin die Bücher. Nun schlägt sie nochmals den Campingkrimi „aufgebockt und abgemurkst“ auf.

Am Schluss haben alle ein Lächeln im Gesicht und das neue Buch plus Autogramm in den Händen. Mit einem saloppen „Tschüss Regine“ auf den Lippen.

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