Alsdorf - Diskussionen über Großpfarre St. Benedikt in Alsdorf

Diskussionen über Großpfarre St. Benedikt in Alsdorf

Von: rp
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Alsdorf. Eine lebendige aber jeder Zeit sachlich geführte Pfarrversammlung erlebte jetzt die Pfarrgemeinde St. Jakobus Warden im gut besetzten Johannesheim.

Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat hatten eingeladen, um die Meinung der Gemeindemitglieder zur Fusionsentscheidung des Bischofs in Erfahrung zu bringen.

Souverän von Kirchenvorstand Heinz Bergs geleitet, von Günter Kappes assistiert, gab es eine fruchtbare Aussprache, in der die Wardener kein Verständnis für die Fusion und somit die Auflösung der Pfarrgemeinden äußerten, da die Gemeinden in der GdG Alsdorf-Süd, besehend aus Mariadorf, Hoengen, Warden und Broicher Siedlung, bestens funktionierten.

Der Bischof hat aber verfügt, dass diese Gemeinden ab 1. Januar 2010 fusioniert werden und noch St. Michael Begau, bisher in der Unio Alsdorf zu Hause, hinzukommt.

„Wir überbringen die Botschaft des Bischofs, die wir zu übertragen haben”, erklärte Bergs und stellte die Eckpunkte der Entscheidung des Bischofs mit Schaubildern nochmals eingehend dar.

Da die Gemeinde keine Chance mehr sah, die Entscheidung des Bischofs zu beeinflussen, gab man sich gezwungenermaßen damit ab und diskutierte die zur Entscheidung der Pfarrgremien der fünf Kirchengemeinden anstehenden Fragen: „Einpfarrung” mit Benennung der Hauptkirche oder Neugründung und Namensgebung für die neue Pfarrkirche.

Bei der Einpfarrung bleibt eine der fünf Pfarren bestehen, die vier anderen lösen sich auf und schließen sich der bestehenden bleibenden Kirche an, die ihren Namen behält und auch die Hauptkirche der fünf Pfarren wird, deren Kirchen Filialkirchen werden. Das bisherige Gemeindeleben in den einzelnen aufgelösten Pfarren bleibt erhalten.

Eine zweite Möglichkeit besteht in der kompletten Neugründung, das heißt alle fünf Pfarren lösen sich auf und gründen eine neue Pfarre. Es muss dann ein neuer Name für die neue Pfarre gefunden und eine Hauptkirche bestimmt werden.

Auch in diesem Falle bleiben die übrigen Kirchen als Filialkirchen erhalten und das Gemeindeleben unberührt. Die Wardener waren nach langer Diskussion für die komplette Neugründung. „Wenn schon eine Fusion, dann soll sie für alle gleich sein. Dies ist nur durch eine Neugründung gewährleistet”, hieß es.

Gemeinsam nach vorne

Zur Frage, welche Pfarre Hauptkirche werden soll, wurde ebenfalls lange diskutiert. Da St. Cornelius Hoengen die älteste Kirche ist, könnte man sich diese als Hauptkirche vorstellen. Aber die geschichtlicher Vergangenheit der Hoengener Kirche wird durch die bessere zentrale Lage der Pfarrkirche St. Marien Mariadorf nach Meinung der Versammelten aufgewogen.

Die Mehrheit neigte daher zur Pfarrkirche Mariadorf als Hauptkirche, ohne dies aber als Konfrontation mit den Hoengener Nachbarn bewertet zu sehen, denn auch für eine derartige Entscheidung wäre man offen.

Was den Namen der neuen Hauptkirche belangt, war die Mehrheit für St. Benedikt, der Name des derzeitigen deutschen Papstes in Rom. Versammlungsleiter Heinz Bergs hatte zum Schluss allen Grund, sich bei der Pfarrversammlung für den sachlichen und konstruktiven Verlauf zu bedanken.

„Lassen wir jetzt zusammen halten und gemeinsam nach vorne blicken, um unser Gemeindeleben in alter Gewohnheit zu erhalten”, sprach Bergs vielen aus der Seele.

In Kürze werden sich die kirchlichen Gremien zu weiteren Beratungen treffen, da der Bischof bis zum 15. Februar einen entsprechenden Vorschlag erwartet, andernfalls er sich selbst eine Entscheidung vorbehalten hat.
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