Würselen - Diskussion: Hormone als Regisseure der Gesundheit

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Diskussion: Hormone als Regisseure der Gesundheit

Von: Nina Krüsmann
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Diverse Ansätze: Referentin Else Schnakenberg veranschaulicht das Hormonsystem. Foto: Nina Krüsmann

Würselen. Die natürliche Hormontherapie ist eine Herausforderung, denn viele der Hormonverabreichung teil sehr skeptisch gegenüber. Die VHS Nordkreis und Der Paritätische der Städteregion widmeten sich diesem aktuellen Thema jetzt mit einem Vortrags- und Diskussionsabend im Würselener Rathaus.

„Anlass war das Buch von Dr. Annelie Scheuernstuhl und der Heilpraktikerin Anne Hild, die das gleichnamige Buch herausgegeben haben. Sie wollen damit über natürliche Hormone und ihre gesundheitsstabilisierende Wirkungen informieren“, sagte Silke Tamm-Kanj, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Würselen zur Begrüßung im vollen Saal. Sie gab gleichzeitig eine Einführung in das Thema.

Hormone werden meist mit Frauen und dann mit den hormonellen Schwankungen, die mit den Wechseljahren eintreten, in Verbindung gebracht. Häufig wurde und werden zum hormonellen Ausgleich künstliche Hormone empfohlen. Die Erkenntnis der vergangenen Jahre und die Ergebnisse der großen Hormonstudien haben zu einer allgemeinen Verunsicherung geführt.

Hormone bestimmen wesentlich die Gesundheit und das Wohlbefinden, sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Hormonelle Störungen und Männer sind eigentlich nie Thema, was auch falsch ist, denn Frauen und Männer haben die identischen Hormone, nur die Mengen unterscheiden sich und sind auch für beide gleich bedeutsam.

„Hormone sind als Regisseure unserer Gesundheit nicht stabil, sondern verändern sich im Laufe des Lebens. Diese Veränderungen können zu Unwohlsein und Krankheiten führen, wie Kopfschmerzen, Depressionen, Allergien, Schwindel und Gewichtsprobleme“, erläuterte Tamm-Kanj. Dies führe zu vielen Fragen: Wieso verändert sich der Hormonstatus? Wie unterscheidet sich die natürliche Hormontherapie von der künstlichen?

Moderatorin Jutta Geese, Redakteurin unserer Zeitung, begrüßte anschließend Referentin Else Schnakenberg. Die Heilpraktikerin erläuterte auf anschauliche Weise die Bedeutung der Hormone: Sie sind Botenstoffe, die für ein reibungsloses Funktionieren des Körpers notwendig sind. Im Körper erfüllen sie verschiedene Aufgaben.

Diese unterschiedlichen Hormone werden von den sogenannten endokrinen Organen des Körpers hergestellt. Diese endokrinen Organe sind als „Dirigenten“ der Hypothalamus und die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), sowie die Schilddrüse, die Nebenschilddrüsen, die Nebennieren, die Bauchspeicheldrüse, die Hoden beim Mann und die Eierstöcke bei der Frau.

Gynäkologin Dr. Erika Heinen und Gesundheitsberaterin Brigitte Dohmen mussten die Diskussion zur Zukunft einer frauengerechten Gesundheitsversorgung kurzfristig absagen. Ihr Beitrag zum Thema wird zu einem späteren Termin nachgeholt.

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