Baesweiler - Dieser „Happy“-Hype ist ein echtes Herzensding

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Dieser „Happy“-Hype ist ein echtes Herzensding

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
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Lustig schauen und sich gut verrenken: Darauf kommt es an beim „Happy“-Hype, der den ganzen Globus erfasst hat. Jürgen Dackweiler macht es gern und grinsend vor. In Baesweiler will er noch möglichst viele Tänzer vor seine Kamera bekommen. Foto: Stefan Schaum
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Musik an, Arme hoch: Wenn Dackweiler wie hier am Reyplatz filmt, setzt jeder sich so fröhlich wie möglich in Szene. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. An Spontantänzer ist diesmal nicht zu denken. Kaum ein potentieller Freiwilliger schlendert am frühen Sonntagmorgen über den Reyplatz. Es ist Muttertag, und das Wetter ist eher zum Weglaufen. „Ist ja richtig grau da oben“, sagt Jürgen Dackweiler und blickt zum Himmel.

Ein paar Tropfen fallen auf sein Gesicht. Doch er lächelt bloß. Das muss er auch. Schließlich gibt es hier und heute nur ein Ziel: Rundum „Happy“ sein, und das auch zeigen. Nach New York und Gran Canaria, Berlin und Köln, soll jetzt auch Baesweiler endlich seinen eigenen Clip zum ansteckend-fröhlichen Song „Happy“ von Pharrell Williams bekommen. Dafür will der 47-Jährige sorgen. Mit einer kleinen Kamera, einem ebenso kleinen Lautsprecher und einem Haufen Freiwilliger, den er über Facebook für die Aktion begeistern konnte.

Ein ganz globales Ding

Im Internet ist „Happy“ längst zu einem ganz großen globalen Ding geworden. Überall auf der Welt machen Leute vor Kameras fröhliche Gesichter und verrenken sich lustig an allen möglichen und unmöglichen Orten. Am Strand, in der U-Bahn, auf einer Kneipen-Toilette. Die bislang entstandenen Clips kann man schon längst nicht mehr zählen. Nun also der Reyplatz. Immerhin zehn Freiwillige stehen diesmal, am zweiten Drehtag, parat. Zum Beispiel Carina Hübner.

Gummistiefel mit Blümchenmuster hat die 34-Jährige heute mitgebracht und einen Stoffhasen. Lustige Accessoires, „happy“ halt. „Ich mach mit, weil mein Hasi so die Welt erkunden kann“, sagt die Beggendorferin und schwenkt ihr Stofftier vor der Kamera. Oder die Welt entdeckt Hasi, so herum wird es wohl eher sein. „Auf jeden Fall macht es richtig Spaß“, sagt die Beggendorferin. Fotografin Nicole Trebels stimmt ihr zu. Eigentlich sei ihr Platz ja hinter der Kamera, „aber Baesweiler ist meine Wahlheimat. Hier bin ich einfach happy, und genau das will ich der ganzen Welt zeigen!“

Keine Regieanweisungen

Bei so viel guter Laune muss Jürgen Dackweiler keine Regieanweisungen geben. „Macht mal“ – diese Aufforderung reicht, und schon schwingt die Gruppe die Hüften vor der Seilscheibe auf dem Platz. Dazu kommt blechern der Song aus dem Mini-Lautsprecher. Kaum eine Minute wird getanzt, das muss langen. „Reicht“, sagt Jürgen Dackweiler, „jetzt gehen wir mal da rüber“. In der nächsten Szene sitzt die Gruppe am Tisch vor einer Bäckerei und reißt ebenso kollektiv wie freudestrahlend die Arme hoch, als die Musik beginnt.

So geht es dann weiter. Ortswechsel, kleiner Dreh, Ortswechsel, und wieder ein paar Sekunden mehr Material. „Im fertigen Clip soll später möglichst viel von Baesweiler zu sehen sein“, sagt Dackweiler. Der Carl-Alexander-Park ist schon abgefilmt, da war der Macher mit einigen Tänzern in der vergangenen Woche. Anschließend hat er bei der Kommunionsfeier einer befreundeten Familie vorbeigeschaut – und auch dort die ganze Festgesellschaft zum Tanzen gebracht. Ebenso die Gruppe „Young Spirits“, die er beim Frühlingsmarkt mit seiner Kamera besucht hatte.

Mehr als genug Material

Am Ende dürfte es mehr als genug Material sein für den Clip, der knapp 300 Sekunden dauern wird. Den dazugehörigen Song höre er übrigens immer noch gern, sagt der Mann, der sein Geld als Verkaufstrainer verdient. „Ich hab auch schon andere Videoclips gemacht, aber da gingen mir die Lieder oft nach kurzer Zeit auf die Nerven.“ Happy ist anders. Das ist ein Herzensding für ihn – und offenbar auch für die Menschen vor seiner Kamera.

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