Würselen - Die Würselener Jecken beweisen Herz

Die Würselener Jecken beweisen Herz

Von: ehg
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Toller Auftritt bei der Karnevalssitzung für behinderte und nicht-behinderte Menschen in Würselen: Die Casino-Show-Tanzgruppe KG Linden-Neusener Klöös. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Zum dritten Male zog das Caritas-Behindertenwerk in der Regie der Werkstätte an der Honigmannstraße mit Unterstützung von Bürgermeister Werner Breuer eine prachtvolle barrierefreie Karnevalssitzung in der Aula an der Klosterstraße auf.

Mehr als 400 behinderte und auch nicht-behinderte, meist kostümierte Närrinnen und Narren fanden rund drei Stunden lang viel Spaß an der Freud, wobei Ülle-Ehrenpräsident Dieter Pütz diesmal im rot-gelben „Schwalbenschwanz” mit viel Herz humorvoll die Fäden auf der Bühne zog.

Sechs Werkstätten

Aus sechs Werkstätten - mit eigenem Bus sogar aus Imgenbroich - waren die Behinderten zum frohen karnevalistischen Treiben angereist.

Sie alle, aber auch alle, die bei der Gestaltung der Veranstaltung mitwirkten, wurden mit einem eigenen Orden dekoriert. Die Organisation der Veranstaltung lag wieder in den bewährten Händen von Lothar Mertens.

Der Geschäftsführer der Caritas GmbH, Michael Doersch, bedankte sich bei allen Auftretenden dafür, dass sie sich wieder kostenlos in den Dienst des Behindertenwerkes stellten, aber auch bei allen Sponsoren.

Singender Bürgermeister

Unter den Klängen des Bundestambourkorps „Alte Kameraden” unter Guido Bleser hielt der „barrierefreie” Elferrat im schmucken Gold und Rot Einzug. Präsident Pütz freute es, neben Würselens Bürgermeister Werner Breuer auch die Stellvertreter aus Alsdorf und Herzogenrath, Heinrich Plum und Marie-Theres Sobczyk, begrüßen zu können. Nicht nur mit „Du, du bis mie Wöschele” stellte Breuer seine gesanglichen Qualitäten unter Beweis, sogar a capella, als die Musik streikte.

Die erste Polonaise rollte durch den Saal, so sehr vermochte er als Eisbrecher die Stimmung anzukurbeln. Ein Augenschmaus war die Ülle-Jugendmarie Larissa Kever, die mit Charme ihr tänzerisches Können unter Beweis stellte.

Präsident Pütz durfte mächtig stolz auf seine Enkelin sein. Ein Küsschen von ihm war für sie der schönste Lohn für ihren Trainingsfleiß.

Mit einer 64-köpfigen Streitmacht rückte unter dem „Steigerlied” die Scharwache Alsdorf mit ihrem Präsidenten Hubert Mertens an. Sie bot ein schmuckes Mariechen und ein erfolgreiches Tanzpaar nach dem anderen auf und machte so bei behinderten und nicht-behinderten Narren mächtig Eindruck.

Orden gab es für Würselens Bürgermeister, aber auch für den Caritas-Geschäftsführer Michael Doersch und den Präsidenten Dieter Pütz. Ein weiteres farbenprächtiges Bild zauberten die Klöös aus Linden-Neusen unter ihrem Vizepräsidenten Hans Maassen auf die Bühne.

Sie bereicherten durch ihre „Casino”-Showtanzgruppe das abwechslungsreiche Programm. Mit seiner „Rasselbande”, die ihrem Namen musikalisch alle Ehre machte, war Stephan Kriescher zur Stelle. Er lieferte mit ihnen den Beweis dafür, dass auch Behinderte ihren Teil zum Gelingen einer solchen Veranstaltung beisteuern können.

„Mamma Mia”

Den Höhepunkt erreichte sie mit dem Besuch des am Vortag proklamierten Stadtprinzen Gerhard I. (Römer), der mit Hofstaat und Prinzengarde triumphal Einzug hielt und dabei die Herzen der Jecken im Saal im Sturm eroberte, angeführt von KWK-Präsidentin Renate Worms. Seine Tollität bot zum Dank die Damengarde, aber auch das reizvolle Mariechen Melanie Kreutzer auf. Das Sahne-Häubchen hatte sich Präsident Pütz bis zum Schluss aufgehoben: Das Herrenballett der KG Au Ülle feierte mit seinem „Mamma-Mia”-Tanz eine gelungene Premiere - einfach umwerfend!
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