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Die Werke von 35 Frauen im Bahnhof

Von: Nina Krüsmann
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Präsentieren ihre Werke: Frauen des Netzwerks „Dreieck.triangle.driehoek“. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Zum Jahreswechsel wurde im Frauen-Kommunikations-Zentrum „FrauenKomm.Gleis1“ im Herzogenrather Bahnhof eine besondere Gruppenausstellung eröffnet. Die Werkschau mit dem Titel „P35“ zeigt Malerei und Objekte von 35 Frauen vom Verein „Dreieck.triangle.driehoek“.

Die Künstlerinnen der euregionalen Gruppe präsentieren ihre Arbeiten in einem besonderen Format, schmal und hoch. Dies bedeutet Beschränkung, Herausforderung und Chance, Neues zu entwickeln – jede mit individueller Position, Technik und Handschrift. So entsteht ein Fries mit vielfältigen künstlerischen Statements und großer Bandbreite von Leserichtungen und Einzelansichten.

„Dreieck.triangle.driehoek“ ist ein Förderverein kulturschaffender Frauen in der Euregio Maas-Rhein e.V. und initiiert im Dreiländereck rund um Aachen länderübergreifende Kunst- und Kulturprojekte. Die Mitglieder kommen aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden. Jährliche Gruppenausstellungen, die Teilnahme an Kunstrouten im benachbarten Ausland oder die themengebundene Zusammenarbeit mit Institutionen sind Schwerpunkte, ebenso wie Austauschprojekte mit Künstlerinnen aus der Aachener Partnerstadt Arlington oder Kapstadt.

Nach erfolgreichen Präsentationen in der Burg Frankenberg zur Aachener Kunstroute 2012 und zur 22. Kunstmesse im Frauen-Museum Bonn ist die Ausstellung in den Räumen des „FrauenKomm.Gleis1“ die dritte Station.

Impulse für Neues

„P“ steht für „Position“ und 35 für die Zahl der Mitgliedsfrauen, die sich zu Beginn 2012 auf Thema und Format einigten, um sich an verschiedenen Stationen für Ausstellungspräsentationen zu bewerben, wie Künstlerin Uta Göbel-Groß, Vorsitzende von „dreieck.triangle.driehoek“, erklärte. „Die Zeit ist weitergeeilt: Heute sind wir 37 Künstlerinnen im Verein – und hier in den Räumen des ‚FrauenKomm.Gleis1‘ präsentieren sich 25 von ihnen“, sagte Göbel-Groß. P35 spiegele also Positionen und Einblicke in das aktuelle Schaffen der Mitgliedsfrauen wider.

Beteiligt sind Ulla Amberg, Doris Becke, Annegret Benezeder, Monika Brenner, Gabriele M Corsten, Brigitte Erm, Michaela Frank, Heidy Giesbrecht, Uta Göbel-Groß, Cornelia Kitta-Kahlke, Gertrude Kraft, Doris Kühne, Isabelle Linotte, Kirsten Müller-Lehnen, Sylvia Nirmaier, Monika Petschnigg, Ingrid Pirnay, Thea Pott, Eva Radscheit, Monika Raschke, Mirjana Stein-Arsic, Beatrix von Bock, Hanne Werhan, Christel Wermuth und Anita Werner.

Gemeinsam ist allen Arbeiten – unabhängig ob Leinwand, Papierarbeit oder Wandobjekt – ein einheitliches Hochformat, auf 150 x 30 Zentimeter begrenzt. Vertreten sind Öl- und Acrylmalerei, Collagen aus Textil, Metall, Rost und Tape, Gummi- und Schaumstoffobjekte, Fotografie und Text. Themen wie Ökologie, Politik, Sexualität, Weiblichkeit und Spiritualität finden sich wieder.

Monatlich werden im Verein neue Projekte diskutiert. Von Anfang an war dieses Miteinander in Netzwerkform charakteristisch für die Gruppe, die als Förderverein kreativen, künstlerischen Frauen die Plattform gibt, sich zu entwickeln, zu professionalisieren, Motivation und Impulse für Neues zu erhalten, in der Öffentlichkeit zu präsentieren und dort zu bestehen – unabhängig von Alter, Ausbildung, familiärer und beruflicher Einbindung. Die Ausstellung ist im „FrauenKomm.Gleis1“ bis zum 22. Februar zu sehen.

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