Die Sorge um seine Gemeinde reist mit

Von: Stefan Schaum
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Zu Gast bei Freunden, zu Gast bei Helfern: Pfarrer Thaddeus Ihebinike spricht gern mit Gabriele und Paul Haaren über abgeschlossene und künftige Projekte in seiner nigerianischen Heimat Orlu. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Einfach bloß Urlaub ist das nicht. Das kann es gar nicht sein. Zwar hat sich der nigerianische Pater Thaddeus Ihebinike vor allem deshalb ein paar Tage freigeschaufelt, um Freunde und lieb gewonnene Weggefährten in Deutschland zu besuchen, wo er bis zum Jahr 2000 sechs Jahre lang Theologie studiert hatte.

Doch werden die herzlichen Treffen und vielen Gespräche stets von der Sorge um die Zukunft seiner Diözese Orlu im südöstlichen Nigeria begleitet. Einem Ort, wo es vielen Menschen an vielem fehlt.

Es ist vor allem die Ungerechtigkeit, die den 46-Jährigen empört. „Eigentlich ist Nigeria kein armes Land. Es ist reich an Öl und anderen Naturressourcen.” Doch diese würden nur von wenigen zu Geld gemacht, sagt er, die Mehrheit ginge leer aus. „Die Korruption ist das Hauptübel in meinem Land. Das Geld kommt nur selten dort an, wo es wirklich gebraucht wird.”

Deshalb setzt er sich persönlich dafür ein, dass dringend nötige Hilfsprojekte nicht auf halbem Weg im Sand verlaufen. Oder erst gar nicht auf den Weg gebracht werden können.

Der Weg nach Zopp

Vor gut sechs Jahren hat sein eigener Weg ihn erstmals nach Alsdorf-Zopp geführt. Dort hatte seinerzeit nach einem Spendenaufruf das Ehepaar Gabriele und Paul Haaren eine große Summe bereitgestellt, um ein erstes Brunnenbauprojekt in Orlu zu ermöglichen. Thaddeus Inhebinikes damaligem Besuch folgten viele E-Mails und Anrufe.

Es wurde schließlich eine echte Freundschaft daraus. „Wir schreiben uns mindestens ein, zwei Mal im Monat”, sagt Paul Haaren, der seinen Gast derzeit für ein paar Tage beherbergt. Beide freuen sich über das Wiedersehen, wie es irgendwann auch einmal in Afrika stattfinden soll. „Thaddeus lädt uns immer wieder ein. Bestimmt werden wir eines Tages hinfliegen.”

Der Gast, der erst während des Studiums Deutsch gelernt hatte, freut sich, dass er die Sprache nun auffrischen kann. „So flott wie früher geht es nicht mehr, aber das kommt noch.”

Hoffnung an Bord

Bis Ende des Monats wird er in Deutschland bleiben. Und wird dort, wo er Station macht, für seine Projekte werben. Damit er nicht bloß die Erinnerungen an nette Gespräche mitnimmt, wenn er ins Flugzeug steigt. Sondern auch die Hoffnung darauf, den Armen und Schwachen daheim besser helfen zu können.

Spenden für Wasser und Schulprojekte

Nach wie vor ist Pater Thaddeus Ihebinike auf Spenden angewiesen, um die Wasserversorgung in seiner Gemeinde voranzubringen, um Schulprojekte und die Arbeit mit Behinderten zu unterstützen.

Ein Konto hat die katholische Pfarre St. Josef in Alsdorf-Ost eingerichtet. Unter dem Stichwort „Wasserprojekt” sind Einzahlungen auf das Konto 1505775, BLZ: 39050000, Sparkasse Aachen, möglich.

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