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Die Schnellstraße ist „für Herzogenrath unabdingbar”

Von: Heiner Hautermans
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Aachen/Herzogenrath. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hält die Schnellstraße durch das Heydener Ländchen offenbar für unabdingbar.

Er „hat erklärt, dass aus Sicht des Bundes die Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit und Angemessenheit des Verkehrsprojekts B 258 n im Rahmen der Untersuchungen und Abwägungen der integrierten Bundesverkehrswegeplanung nach­gewiesen und begründet worden” sei, teilen die Bundesabgeordneten Helmut Brandt (CDU) und Petra Müller (FDP) in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Sie bezeichnen die umstrittene Straße als „für Herzogenrath unabdingbar”.

Die Grünen hatten, wie berichtet, in den betroffenen Haushalten zwischen Richterich und Pannesheide am Wochenende 1500 Faltblätter verteilt, in denen gefordert wird, das Projekt aus ökonomischen und ökologischen Gründen nicht weiter zu verfolgen.

Diese grüne Blockadehaltung sei nicht zielführend, meinen die Abgeordneten aus der Region Aachen: „Die Umgehungsstraße ist für Herzogenrath von enormer wirtschaftlicher und infrastruktureller Bedeutung. Rot-Rot-Grün habe Infrastruktur-Investitionen in NRW im letzten Jahr sträflich vernachlässigt, betont Petra Müller. Der Staat sei jedoch verantwortlich für die Bereitstellung leistungsfähiger Verkehrswege.

Schon im Koalitionsvertrag hätten sich SPD und Grüne lediglich darauf verständigt, beim Landesstraßenbau dem Substanzerhalt den Vorzug vor dem Neubau von Landesstraßen zu geben. „Der Bund steht zu seiner Verantwortung, die Region Aachen weiterzuentwickeln und die Verkehrsinfrastruktur ökonomisch sinnvoll, sowie ökologisch vertretbar auszubauen” argumentieren die Abgeordneten weiter.

„Wie immer sind die Grünen sehr stark darin zu sagen, was sie nicht wollen. Wenn es aber darum geht, Lösungen zu finden, bleibt sie wie immer sehr unkonkret”, so Björn Bock, Vorsitzender der Herzogenrather FDP-Fraktion. Lösungsorientierte Initiativen sowie Vorschläge, wie mit dem täglichen Verkehrsinfarkt, der sich durch eine zusätzliche Wohnbebauung verschärfen werde, umgegangen werden solle, seien nicht vorgelegt worden. Der Vorschlag der Steigerung der Attraktivität des Bus- und Bahnangebotes alleine löse das Problem vieler Pendler und Anwohner nicht! Insbesondere für die Stadt Herzogenrath sei die Realisierung der B 258 n und somit eine bessere Anbindung an Aachen von immenser Bedeutung.

Christoph Pontzen, Vorsitzender der Herzogenrather FDP, erklärte: „Mit dem ÖPNV, wie die Grünen es vorschlagen, werden wir dieses Problem alleine nicht lösen können. Wir werden das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung setzen.”
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