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Die Lessingschule Setterich ist Geschichte

Von: Lars Odenkirchen
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Jetzt ist sie endgültig zu: Gemeinsam mit den Schülern Resul Demirbag und Ekrem Biyik schloss Schulleiterin Margret Rehrs die Lessingschule mit einem überdimensionalen Schlüssel. Foto: Lars Odenkirchen

Baesweiler. Die Tür ist verschlossen, und sie wird es auch nach den Ferien bleiben. Mit einem letzten Schulfest ging in Setterich die Zeit der Lessingschule endgültig zu Ende.

Nicht nur Lehrer, Eltern und aktuelle Schüler, sondern auch viele ehemalige Lehrerinnen, Lehrer und Schüler nutzten dabei die Gelegenheit, ein letztes Mal einen Blick in ihre alte Schule zu werfen und sich an die Zeit in der Lessingschule zu erinnern.

Eine dicke Portion Wehmut mischte sich so unter die ansonsten ausgelassen feiernden Gäste. Damit das Fest gelang, hatten die Lehrer und Schüler der Lessingschule viel Mühe investiert.

Mit Zeitungsartikeln, alten Fotos und Texten wurden Stellwände gespickt, um so einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Lessingschule zu geben. Nebenan gab es viele Klassenfotos von den 80ern bis heute zu sehen, und auf einigen Fernsehern liefen sogar Videos, die tolle Projekte aus den letzten Jahren zeigten.

Eindrucksvoll war dabei etwa der Aufenthalt der Schüler in der Eifel, wo sie in einem Naturcamp vier Tage lang ohne Handy, MP3-Player und andere technische Errungenschaften verbringen sollten.

Dass sie viel mehr können, als ihnen mancher zutrauen mag, bewiesen die Schülerinnen und Schüler auch mit einer sportlichen Demonstration vor der Schule.

Mit Taek-Won-Do-Übungen demonstrierten sie, welche Werte man durch Sport lernen kann: Ehrgeiz, Teamgeist, Einsatzbereitschaft - Eigenschaften also, die auch im Berufsleben für die Schüler wichtig sein werden.

Ein besonderer Tag war die Schulschließung auch für Josef Kahlen, der 1969 als erster Schulleiter das Steuer der Lessingschule übernahm. „Ich bin immer gerne an die Schule gekommen”, erinnerte sich Kahlen, der immer noch lebhaft von seiner Zeit als Direktor berichten kann.

Besonders über seinen Besuch bei der Abschlussfeier freute sich seine letzte kommissarische Nachfolgerin, Margret Rehrs. Die Leiterin machte allerdings eine zwiespältige Stimmung bei vielen Besuchern aus: „Es ist mehr als nur ein bisschen Wehmut, der die Leute hier ergreift.

Der Gedanke, dass die Lessingschule bald weg ist, ist für viele nicht einfach zu verkraften. Da geht auch ein Stück Zuhause verloren.” Rehrs freute sich allerdings, dass so viele Ehemalige zur Schule kamen: „Wir wollten uns eben wirklich von allen verabschieden, nicht nur von aktuellen Schülerinnen und Schülern.”

Geschlossen wurde die Schule am Ende auch symbolisch. „Es war ´ne geile Zeit” stimmte die Schulband zum Schluss des Festes an und verlieh so den Gefühlen noch einmal musikalischen Ausdruck, die auch die Feier beherrschten: Es war ein tolles Fest, nur der Anlass war ein trauriger. Anschließend ließen die Schüler Luftballons in den Himmel steigen, an denen das Wort „Lessingschule” befestigt war.

Und zu guter Letzt schloss Rehrs unter Mithilfe zweier Schüler die Schule mit einem überdimensionalen Schlüssel ab, den die Schülerinnen und Schüler eigens für diesen Anlass gebaut hatten.

Zurück zur Schule kommen wird von den Schülern keiner mehr: Die vier Klassen, die zuletzt noch die Lessingschule besuchten, werden ab dem neuen Schuljahr in die Goetheschule in Baesweiler gehen.

Ein wenig Leben wird dennoch zumindest vorerst im alten Schulgebäude erhalten bleiben: Einige Klassen des Baesweiler Gymnasiums nutzen die Räume der Lessingschule zumindest noch so lange, wie das Gymnasium modernisiert wird.
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