Würselen - Die Leidenschaft für Farbe ist jetzt ihr Job

Die Leidenschaft für Farbe ist jetzt ihr Job

Von: Elena Stiebler
Letzte Aktualisierung:
Ideen hat sie immer: Michaela
Ideen hat sie immer: Michaela Moonen legt ihre Pinsel seit einer Weile nur noch selten beiseite. Foto: Elena Stiebler

Würselen. Die Neuorientierung habe ihr richtig gut getan. „Seit drei Monaten bin ich jetzt als freischaffende Künstlerin tätig”, sagt Michaela Moonen. Zuvor hat sie als Sozialarbeiterin in der Jugendhilfe gearbeitet.

Jetzt ist sie im Atelier in ihrem Haus eine Ganztags-Künstlerin. „Nebenberuflich ist das überhaupt nicht zu schaffen”, sagt sie.

Schon immer kreativ

Kreativ sei sie schon immer gewesen, sagt die 38-jährige. „Als Kind habe ich sehr gerne und viel gebastelt und in der Oberstufe hatten wir einen tollen Kunstlehrer, der glücklicherweise mehr Wert auf unsere persönlichen Begabungen als auf den Lehrplan gelegt hat. Ich war sogar nachmittags freiwillig in der Schule, um an meinen Ölbildern weiterzuarbeiten.”

Als sie dann die Acrylfarben für das Malen entdeckte, waren die Tipps und Tricks des damaligen Kunstlehrers schnell wieder im Gedächtnis präsent. Am liebsten malt sie abstrakte Bilder, Farblandschaften oder schemenhafte Figuren.

„Am Anfang hat man die Farben und die weiße Leinwand. Das ist ein schöner Augenblick. Manchmal male ich einfach drauf los, ohne zu wissen, wie es enden soll.” Hauptsächlich sind es helle, leuchtende Farben, die ihre Bilder prägen. An hellgelben Wänden hängen etliche in ihrem Atelier. Auch die Fotografie ist eine ihrer Leidenschaften. „In Herzogenrath gab es in meiner Jugendzeit in einem Jugendzentrum ein Fotolabor mit Dunkelkammer.

Das Rumexperimentieren hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich kurze Zeit einen Fotokurs für Kinder gleitet habe.” Heute hat sie immer eine Kamera in der Nähe. Die Fotos zieht sie auf Platten aus besonders leichtem und robustem Holz, anschließend werden diese mit Lack versiegelt. So entsteht eine matte, abwaschbare Oberfläche. „Ich finde das schöner als Bilderrahmen. Hinter Glas wirken Bilder oft verspiegelt.”

Als an ihren häuslichen Wänden kein Platz mehr für weitere Werke war und die Leidenschaft schon weit über ein Hobby hinaus gegangen war, fiel der Entschluss, sich selbstständig zu machen. Seitdem organisiert sie an jedem ersten Sonntag im Monat eine offene Ausstellung für alle Interessierten. „Ich möchte gern zeigen, was ich hier mache.”

Sie hat noch viel vor, denn die ersten Monate der Selbstständigkeit haben ihr Mut gemacht. „Oft denke ich: Das und das könnte man auch noch machen.” In Zukunft sollen weitere Projekte hinzukommen. Kreativkurse für Kinder, Gartenskulpturen und Lichtobjekte stehen an. Ihr größter Traum ist es, „irgendwann eine Art Atelierhaus mit anderen Künstlern unterschiedlichster Branchen zu eröffnen”.

Sonntags öffnet sie ihr Atelier

Ihre Bilder präsentiert Michaela Moonen an jedem ersten Sonntag im Monat. Dann steht ihr Atelier in der Nordstraße 18 in Würselen allen Interessierten offen. Von 12 bis 19 Uhr können Besucher ins Gespräch mit der Künstlerin kommen. Nächster Termin dafür ist der 4. März.
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