Würselen - Die KG AU Ülle begeistert ihr närrisches Publikum

Die KG AU Ülle begeistert ihr närrisches Publikum

Von: ehg
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Eine artistisch tanzende Augenweide: Tanzmariechen Larissa (Kever) . Fotos (2): Wolfgang Sevenich Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Eine karnevalistische Rakete nach der anderen zündete die KG Au Ülle auf ihrer Festsitzung im „düvelstädtischen Gürzenich“. Nicht nur die Aktiven auf und hinter der Bühne legten sich mächtig ins Zeug, sondern auch das mindestens genauso gut aufgelegte närrische Auditorium.

Präsident Achim Mallmann meisterte alle Herausforderungen mit Bravour. Da wunderte es nicht, dass sich nach über vier Stunden beide Seiten gegenseitig applaudierten.

Zum Gelingen des rauschenden Karnevalsfestes trug maßgeblich die Kapelle „Los Jonn“ unter Robert Sommer bei, die stets musikalisch auf der Höhe des Geschehens war. Mit „Schönn, dat Ehr allemohl dot set!“ begrüßte der Präsident die zahlreichen Gäste aus Politik, Karneval und Wirtschaft, angeführt von Bürgermeister Arno Nelles, dem Präsidenten des Verbandes der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise, Reiner Spiertz, und dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Handel, Handwerk, Gewerbe und Industrie, Manfred Wirtz.

Ein farbenprächtiges Bild zauberten die „Au Ülle“ beim Aufmarsch unter den flotten Klängen des Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ unter Guido Bleser auf die Bühne. Anschließend lud die Jugendgarde zu einem wilden Besuch im Zoo ein. Affen, Eisbären und Löwen waren in ihrem Element. Mit „Adieu, mein kleiner Gardeoffizier“ stellte die Damengarde im schmucken neuen Outfit aus der Nähstube von Maria Gabrisch ihre tänzerische Qualitäten unter Beweis. Die schönen Mädchen der Gesellschaft machten nicht nur mächtig Eindruck auf die Herren der Schöpfung.

Zu früher Stunde schon ein Meister seines Faches: der norddeutsche Bauchredner Jörg Jara. Das Original Erwin Jensen kriegte es nicht geregelt mit seinen „Nüssen“, während Olga mit viel Esprit ihre Sprüche klopfte und dabei zu Lachtränen laufen ließ. Eine Seite rheinischen Humors schlugen „Botz un Bötzje“ aus Hellenthal auf, die seit geraumer Zeit mit Erfolg in und rund um Köln in Sachen Humor unterwegs sind.

Wie bunt Karneval sein kann, das belegten sie in ihrem witzigen Zwiegespräch. Charmant legte das aus der Ülle-Familie hervorgegangene Mariechen Larissa (Kever) seinen mit akrobatischen Einlagen angereicherten Tanz auf die Bühne. Frenetischer Beifall brandete auf.

Dem noch amtierenden Prinzenpaar Jürgen I. und Anne II. (Krell) schlug nach 370 Tagen die letzte Stunde als Narrenherrscher der Düvelstadt. Triumphal gefeiert wie bei der Proklamation, hielt es mit seinen Musketieren Einzug. Ein letztes Bad in der Menge, das für die Sympathien spricht, das sich das Paar in der Session 2011/2012 erworben hatte.

„Es war faszinierend!“, bedankte sich der scheidende Prinz bei seinen Untertanen für die vielseitige Unterstützung, die er innerhalb der Gesellschaft, aber auch außerhalb erfahren durfte. „Wenn Ihr nicht so mitgemacht hättet, wären wir nur Statisten gewesen“, zog er vor ihnen seine Narrenkappe.

„Wir hatten einen fantastischen Kinderprinzen an unserer Seite“, ließ Prinzessin Anne II. die kleine Tollität, Jan I. (Offermanns), ein letztes Mal hochleben. „Er hat die Session bereichert!“ Mit ihrem Prinzenlied „Wöschele Alaaf“ versetzten die Scheidenden den Saal ein letztes Mal in Hochstimmung.

Präsident Achim Mallmann sagte: „Mit ihnen und ihrem Anhang haben wir auch außerhalb der Stadtmauern große Resonanz gefunden.“ Bürgermeister Nelles sagte: „Ihr habt den Karneval innerhalb und außerhalb der Düvelstadt eine Spur sympathischer gemacht.“

In höchsten Tönen lobten auch der Ehrenkommandant der Prinzengarde, Hans Bücken, und die Geschäftsführerin des Komitees Würselener Karneval, Renate Worms, das scheidende Paar, bevor Jürgen I. seine Narrenkappe mit dem Hut eines Musketiers tauschte und damit in die zweite Reihe zurücktrat. Ihre Vorgänger, Karl Erich und Beate Crumbach, nahmen ihn und seine Prinzessin in die Riege der Exprinzen und -paare auf.

Wahrer Augenschmaus

Schlag auf Schlag ging es weiter. Dass die Hochstimmung noch gesteigert wurde, dafür sorgte die Gruppe „Sonnesching“ mit Gassenhauern von „Brings“ und „De Höhner“. Ein Augenschmaus war die Show der tanzenden Damen der Gesellschaft, die fetzig-rockig auf die Kirmes entführten und dabei ein nostalgisches Karussell auf Schwung brachten. Ein tolles Aushängeschild der Gesellschaft.

Parodistisch und musikalisch stark nahm das „Zweijestirn“ (Erkelenz) in seiner politischen Parodie kein Blatt vor den Mund, wobei nicht nur Politgrößen ihr Fett abbekamen. Einfach klasse!

Dann die Überraschung des Abends, das Herrenballett. Was sich die Aktiven in ihren Federkostümen zusammen gackerten, war umwerfend. Ihre Brautwerbung war eine einzigartige Ulk-Show. Der Saal stand kopf. Und mehrere Zugaben waren fällig. Trainerin Hildi Graf-Thiel durfte stolz sein auf ihre tanzenden Männer, aber auch auf ihre Damen.

Das Herrenballett zu toppen, dieses Meisterstück vollbrachte „Dolls Company“ (Gerd und Dustin Waree) – zwei Männer drei Puppen! Eine turbulente Nummer, die kaum Zeit zum Luftholen ließ und das Publikum von den Stühlen riss. Moderne Tanzakrobatik auf höchstem Niveau.

Da fehlte nur noch das Ülle-Lied zum Finale, vorgetragen von Heinz Horbach.

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