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Die CDU Alsdorf will Stadtteile voranbringen

Von: Karl Stüber
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Wo bleibt zum Beispiel Mariadorf? Aus Sicht der Union schreibt die SPD Alsdorf (zu) groß und vernachlässigt die Außenbezirke. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Beim „Politischen Aschermittwoch“ der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in der Stadthalle gab es nicht nur die zu erwartenden Attacken auf den politischen Gegner in Land und im Bund – mit Blick auf die Bundestagswahlen.

Da stiegen noch zwei weitere Protagonisten „in die Bütt“. Franz Brandt, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt Alsdorf, dessen Kopf vor Empörung so rot war, dass er eine Fahne der SPD hätte farblich gestalten können. Und Fraktionsmitglied Dieter Lothmann.

Brandt hatte es vorrangig auf die SPD vor Ort abgesehen, auf Augenwischerei, auf die Zentrierung der Politik der Roten auf Alsdorfs Mitte, das Abbügeln von CDU-Anträgen durch die Mehrheit aus SPD, ABU und FDP und die Vater- bzw. Mutterschaft von Ideen, der sich andere bemächtigen. Und die Presse bekam auch ihr Fett weg. Sie würde zu wenig und nicht richtig über die CDU berichten (siehe Kommentar).

„Der äußere Eindruck wird erweckt, als wenn alles in Alsdorf in Ordnung wäre“, sagte Brandt. „Ich habe es satt“, sagte er mit Blick auf die zeitgleich eine Etage tiefer stattfindende SPD-Veranstaltung zu Aschermittwoch, die deutlich mache, dass die Genossen wohl andere „finanzielle Möglichkeiten“ haben als die Union. Durchaus Anerkennung zollte Brandt Bürgermeister Alfred Sonders, auch wenn der ein Genosse ist. Der habe bezüglich der Realisierung des Kultur- und Bildungszentrums ein „gutes Krisenmanagement“ gezeigt. Sonders habe augenscheinlich auch die Verwaltung besser im Griff als andere vor ihm.

Na, wenn da Brandt nicht schon vorbaut, um bei den anstehenden Kommunalwahlen den Verzicht auf einen eigenen Kandidaten und die Unterstützung oder zumindest Duldung von Sonders erneuter Kandidatur argumentativ vorzubereiten, weil die Union keinen überzeugenden Gegenkandidaten aufbieten kann!?

An der „Hintermannschaft“ von Sonders, die SPD, ließ Brandt kein gutes Haar. Die würde dafür sorgen, dass gute Initiativen und Anträge der Union im Rat abgeschmettert werden, so zum Beispiel die behindertengerechte Gestaltung einer Treppe im Umfeld Berufskolleg, Orientierungstafeln auf Friedhöfen, die vorrangige Optimierung des Spielplatzes in Busch und die CDU-Initiative in Sachen Bolzplätze. Als Fehlentscheidung bezeichnete Brandt, Grundschulen zu schließen, so in Busch und Kellersberg.

Am Mariadorfer Dreieck würde die SPD für überflüssigen Verdrängungswettbewerb unter Nahversorgern sorgen. Am Denkmalplatz in Alsdorf-Mitte kritisierte Brandt das Herumexperimentieren mit Parkplätzen, beim Projekt Seniorenheim an der Stadthalle die Praxis der Genossen, gerne untereinander Dringlichkeitsentscheidungen zu treffen und erst später dem Rat vorzulegen.

Generell bemängelte der CDU-Fraktionsvorsitzende „die Krankheit der SPD: Wenn sie denn länger dran ist, kommt der Filz raus.“ Dies würde sich an Personalentscheidungen zeigen. Bei Spenden für ein jüdisches Mahnmal sei die CDU von der SPD nicht nach Beteiligung gefragt worden.

Dieter Lothmann zerpflückte das von Bürgermeister Sonders propagierte Leitbild Alsdorf: „Viele bunte Bilder und Text, wenig Inhalt.“ Dagegen sei der Schuldenberg der Kommune mittlerweile enorm. Da werde auf ein rostiges Gerüst immer wieder neuer Lack gesprüht. Irgendwann einmal breche das zusammen. Immer nur stehe Alsdorf-Mitte „drin“. Aber es gebe ja noch andere Stadtteile.

Es werde nur Klientelpolitik in den Wahlkreisen betrieben, in denen die SPD stark ist. Lothmann kündigte einen Masterplan der CDU an, in dem es gerade um diese Fragestellung geht. „Wir werden uns inhaltlich neu aufstellen“, sagte er. Die CDU wolle sich verstärkt der „Vororte“ annehmen.

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