Die Burg soll in einem Lichtermeer baden

Von: Stefan Schaum
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Alsdorf. Sie hat ein paar Postkarten geschmückt und etlichen Hochzeitspaaren als Kulisse fürs Erinnerungsfoto gedient. Doch so wie am Samstag, 12. Juni, werden die Alsdorfer ihre Burg noch nie gesehen haben.

Gut 400 Scheinwerfer sollen das Gebäude am späten Abend in einem Lichtermeer baden. Theaterszenen, Musik und Vorträge sollen diesen Beitrag im Kulturfestival der Städteregion abrunden. Nicht nur Profis gehen dabei zu Werke - auch die Alsdorfer selbst sollen sich bei dem Spektakel kreativ in Szene setzen.

Bevor ab 22 Uhr Schauspieler des „Theater Anu” eine poetische Performance beginnen und mehr als 1000 Kerzen eines Lichtlabyrinthes im Burgpark leuchten, können sich ab 20 Uhr Vereine, Chöre, Schulklassen oder Kindergärten präsentieren. Nicht unbedingt auf einer Bühne, sondern einfach an irgendeiner Stelle im Park.

„Es soll im Lauf des Abends immer wieder irgendwo etwas passieren, ganz plötzlich”, sagt Dr. Nina Mika-Helfmeier, Kulturbeauftragte der Städteregion. „Das soll lebendig sein, kein linearer Ablauf.”

Alles soll glänzen

Alsdorf ist die erste Burg, die mitsamt ihrem Park und den Bäumen darin illuminiert wird. Auch die Kapelle an der Mariensäule soll dabei glänzen. Es folgen ähnliche Spektakel in Herzogenrath (19. Juni), Stolberg (3. Juli) und Baesweiler (16. Juli). Jedes von ihnen soll einzigartig sein. „Wir wollen die Besonderheit jeder Burg darstellen.” Bei einem ersten Treffen haben schon einige Alsdorfer Unterstützung signalisiert. Der Kellersberger Kindergarten plant Aktionen, auch die Anna-Grundschule ist an Bord. Das Steigerlied wollen Schüler des Berufskollegs als Rap präsentieren. Märchenerzähler Franz-Josef Kochs plant ein Schattenspiel und der Geschichtsverein steht ebenfalls bei Fuß. Alsdorfer können zudem in historischen Kostümen als so genannte „Walking Acts” den Park bevölkern.

„Es soll eine Mischung aus Alt und Neu werden”, sagt die Initiatorin. So könnten an einer Stelle alte Lieder erklingen und andernorts HipHop-Tänze stattfinden. Bürgermeister Alfred Sonders verspricht sich nicht bloß „ein einmaliges und unvergessliches Spektakel”. Die Aktion sei auch „eine Chance für die Stadt. Wir müssen uns ja mit der Zukunft der Burg auseinandersetzen, wenn die VHS einmal auszieht. Vielleicht finden sich ja an dem Abend schon ein paar Ideen.”
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