Herzogenrath - Die Bahn macht bald weniger Lärm in der Herzogenrather Innenstadt

CHIO-Header

Die Bahn macht bald weniger Lärm in der Herzogenrather Innenstadt

Von: sed
Letzte Aktualisierung:
lärmbu
Offenes Gleisbett: Die Lärmsanierungsmaßnahmen der Deutschen Bahn an der Brücke über die Kleikstraße dauern noch bis voraussichtlich März 2011. Foto: Sebastian Dreher

Herzogenrath. „Offene Stahlbrücken sind besonders laut”, sagt Udo Kampschulte, Sprecher der Deutschen Bahn in Nordrhein-Westfalen. Genau so eine führt direkt durch die Innenstadt von Herzogenrath. Aus diesem Grund wird die Brücke über die Kleikstraße nun „lärmsaniert”. Und nicht nur das: Sie dient auch noch als Testmodell für mehrere Verfahren zur Vermeidung von Bahngeräuschen.

Insgesamt fünf Maßnahmen werden bis voraussichtlich bis März 2011 in Herzogenrath realisiert, eine bundesweit einmalige Aktion.

Zur Reduzierung des Körperschalls bekommen die Gleise einen Gummisockel und einen Schienenstegdämpfer, die gesamte Brückenkonstruktion wird mit Absorbern versehen und die stählernen Abdeckungen werden durch Kunststoffplatten ersetzt. Bei diesen Arbeiten geht es vor allem darum, Schwingungen durch durchfahrende Züge zu vermeiden.

Um nun noch den Schall, der durch die Luft übertragen wird, zu minimieren, wird eine einen Meter hohe Schallschutzwand entlang der Trasse angebracht. Die Mittel für diese Sanierung, immerhin 1,4 Millionen Euro, kommen aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung. Diese hat der Deutschen Bahn insgesamt 700 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, davon allein 200 Millionen für so genannte „innovative Maßnahmen” wie sie jetzt an der Kleikstraße getestet werden.

„Die Maßnahmen werden nacheinander durchgeführt, damit jede einzelne vermessen werden kann”, sagt Rolf Schumacher, leitender Ingenieur des Projektes. „Die Ergebnisse kommen anderen Lärmsanierungen in ganz Deutschland zu Gute.”

Die Bahn hat sich das Ziel gesetzt, bis 2020 den Schienenverkehrslärm zu halbieren. Dafür ist zusätzlich zu Gleisbett- und Brückenarbeiten noch die Umrüstung 80 Prozent aller Schienenfahrzeuge auf eine Verbundstoffbremssohle vonnöten - immerhin rund 135.000 Wagen.

Die Herzogenrather Innenstadt kann sich jedenfalls darauf freuen, in naher Zukunft unter erheblich weniger Lärmbelästigung von Seiten der Bahnlinie leiden zu müssen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert