Baesweiler - Die Baesweiler Etappe der Via Belgica wird offiziell eröffnet

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Die Baesweiler Etappe der Via Belgica wird offiziell eröffnet

Von: Stefan Schaum
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Quo vadis, kleiner Mann? Auch mit dem Rad lässt sich an der Mansio zu Füßen der Bergehalde Carl-Alexander gut starten. Foto: Stefan Schaum
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Quo vadis, kleiner Mann? Auch mit dem Rad lässt sich an der Mansio zu Füßen der Bergehalde Carl-Alexander gut starten. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Die Mansio selbst ist eher schlicht gestaltet. Ein hohes Eingangstor aus Beton weist Besucher am Fuß der Berghalde Carl-Alexander darauf hin, dass sie dort auf geschichtsträchtigem Boden unterwegs sind. Die offizielle Eröffnung dieses Baus dürfte allerdings aufsehenerregend sein, denn sie wird von einem großen Römerlager samt Kunsthanderwerkermarkt begleitet.

Der Teil einer alten Römerstraße, die Baesweiler von Ost nach West durchquert, gehört zum Projekt „VIA Erlebnisraum Römerstraße“. Dessen Ziel ist es, die einstigen römischen Fernstraßen im Rheinland im wahrsten Wortsinne „erfahrbar“ zu machen – denn neben Wanderern sind auch Fahrradfahrer willkommen, die Routen kennenzulernen.

18 Kommunen und der Landschaftsverband Rheinland beteiligen sich an diesem Erlebnisraum, zu dem Abschnitte der alten Agrippastraße – von Köln nach Lyon – und der Via Belgica – von Köln nach Boulogne-sur-Mer – gehören. Die Via Belgica berührt Baesweiler auf einer Länge von etwa acht Kilometern. Ab der neuen Mansio können Wanderer dabei zunächst dem Haldenrundweg folgen, neben dem die historische Route links und rechts verläuft. Zur Zeit der Römer lag direkt an der Via Belgica in unmittelbarer Nähe zum heutigen Carl-Alexander-Park eine Straßensiedlung.

Ganz schön gewachsen

Auf diese geschichtsträchtigen Dinge wurde man eher zufällig aufmerksam. „Vor zehn Jahren sind wird durch die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes auf diese alte Straße gestoßen“, erinnert sich der Technische Beigeordnete Peter Strauch.

Gemeinsam mit der Stadt Übach-Palenberg, die die Via Belgica ebenfalls durchzieht, wurde dazu zunächst „ein kleines Projekt bei der Euregionalen 2008 eingereicht, das dann mehr und mehr gewachsen ist“. Letztlich wurde es zum Erlebnisraum Römerstraße, deren Baesweiler Etappe am Samstag, 10. Mai, um 12 Uhr an der Baesweiler Mansio, Zur Via Belgica, eröffnet wird.

Sieben solcher Mansiones gibt es im Projekt, die zum Verweilen einladen sollen und auf Tafeln Informationen bieten. Zwölf Pkw-Stellplätze sind neben der Mansio in Baesweiler entstanden, auch ist ein kleines Areal mit alten Obstbäumen bepflanzt worden, „die es schon zu Zeiten der Römer gab“, wie Bürgermeister Dr. Willi Linkens sagt. Wenn die Früchte reifen, dürfen Besucher sie pflücken – denn auch Gelegenheit zu einem Picknick soll der Bereich an der Mansio bieten.

Römer aus dem Norden

An der Eröffnung wird eine etwa 30-köpfige römische Kohorte teilnehmen. Die Römerdarsteller gehören zu einem Verein aus Norddeutschland, der das Leben der Römer möglichst detailgetrau nachempfindet. Wie das ausgesehen haben mag, soll in einem Römerlager gezeigt werden, das der Verein auch am Sonntag, 11. Mai, im Carl-Alexander-Park aufschlagen wird (siehe Infobox).

Etwa 200.000 Euro hat die Gestaltung des Bereiches an der Mansio gekostet. Der größte Teil des Geldes stammt aus EU-Mitteln, die Stadt Baesweiler selbst war mit 20 Prozent der Summe finanziell beteiligt.

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