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„Der Vogelhändler“: Liebe und Lügen im Dreivierteltakt

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Chor und Darsteller harmonieren in der Operette "Der Vogelhändler".

Alsdorf. Liebe, Lügen und Verwechslungen, Tanz, Musik sowie Gesang sind die Zutaten der Operette „Der Vogelhändler“, die die Johann-Strauß-Operette-Wien am 9. Januar, in der Stadthalle Alsdorf, Denkmalplatz, zeigt. Junge Künstler aus der Hauptstadt Österreichs, ein Chor und ein großes Orchester wollen dann dem Publikum einen unvergessenen Operetten-Abend bescheren.

„Der Vogelhändler“ wurde am 10. Januar 1891 im Theater an der Wien uraufgeführt. Sie ist die erfolgreichste Operette von Komponist Carl Zeller und gilt als Inbegriff der deutsch-österreichischen Heimatoperette. „Ich bin die Christel von der Post“, „Fröhlich Pfalz, Gott erhalt's“ oder „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ sind bekannte Titel aus „Der Vogelhändler“.

Im Rheinland, Anfang des 18. Jahrhunderts, spielt Zellers Operette in drei Akten um den Vogelhändler Adam und seine Verlobte, die Postbotin Christel: Der Kurfürst hat sich zur Wildschweinjagd in seinem Jagdrevier angesagt. Wildmeister Baron Weps erklärt den unruhigen Bauern, sein Herr werde gegen Bezahlung über ihre ständigen Wilddiebereien hinwegsehen.

Doch kurz darauf erfährt Weps, der das Geld vor allem für sich selbst und seinen verschuldeten Neffen Graf Stanislaus braucht, dass der Fürst die Rheinpfalz meiden wird. Kurzerhand entschließt sich Stanislaus, den Kurfürsten zu spielen, um das Geld zu ergaunern.

Unterdessen ist Vogelhändler Adam aus seiner Heimat Tirol eingetroffen. Er freut sich auf ein Wiedersehen mit seiner Verlobten Christel. Doch heiraten kann er seine Braut noch nicht, da er keine einträgliche Stellung hat. Deshalb will Christel den Kurfürsten bitten, ihm einen besseren Posten zu verschaffen, und geht in den kurfürstlichen Jagdpavillon. Dort trifft sie auf Stanislaus, der den Kurfürsten spielt und ihr alles gewährt. Adam wird wütend, als er erfährt, dass seine Christel beim Kurfürsten war, denn er vermutet ein Techtelmechtel zwischen den beiden.

Inzwischen ist auch, als Bauernmädchen verkleidet, die Kurfürstin eingetroffen, um ihrem als Schürzenjäger berüchtigten Gemahl hinterher zu spionieren. Adam, der sie für ein einfaches Mädchen hält, macht ihrer Hoheit den Hof. Als sie ihm einen Rosenstrauß zum Trost schenkt, ist dieser von der Fürstin sehr angetan. Daraufhin verstößt er seine ahnungslose Christel, um sich dem vermeintlichen Bauernmädchen zuzuwenden.


Inszeniert hat „Der Vogelhändler“ Charlotte Leitner, die als Sopranistin bereits in der Wiener Staatsoper und der Mailänder Scala auf der Bühne stand. Die musikalische Leitung liegt bei Bettina Schmitt. Verantwortlich für die Choreographie ist Nera Nicol. Die Kostüme wurden eigens für diese Inszenierung von „Art for Art Vereinigte Bühnen Wien“ angefertigt und auch das Bühnenbild ist eine Eigen-Kreation der Johann-Strauß-Operette-Wien.
 


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