Alsdorf - „Der Unsichtbare” hat starke Aufmerksamkeit verdient

„Der Unsichtbare” hat starke Aufmerksamkeit verdient

Von: mas
Letzte Aktualisierung:
Viel Beifall verdient: das Ens
Viel Beifall verdient: das Ensemble von K.U.L.T. Es ist ein Zusammenschluss von aktuellen und ehemaligen Schülern der Marienschule, unterstützt von einigen Lehrern. Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf. Hinter der Bühne tönen - wie von Ferne - die Schlachtrufe. Die Darsteller geben sich gegenseitig Mut. Vor der Bühne ist es halbdunkel, getrocknetes Herbstlaub ist weitflächig bis in die Zuschauerreihen hinein ausgelegt.

Die Kulisse perfektioniert sich, als eine instrumentale Sequenz aus Vangelis Meisterwerk „Conquest to Paradise” aus den Boxen perlt. Eine beklemmende Stimmung muss zwangsläufig am Publikum hochkriechen. So ist es auch, als „Der Unsichtbare” in Person von Arne Schön auf der in Schwarz getauchten Bühne steht. Arne spielt den „Erik” in diesem Theaterstück. Er mimt die Rolle brillant, das vorweg. 16 Semiprofis und ein „Neuer”, Kevin Kehr als Schüler Ole Laumen, bilden das Ensemble von K.U.L.T. Es ist ein Zusammenschluss von aktuellen und ehemaligen Schülern der Marienschule, inklusive einiger Lehrer.

„Zweimal ausverkauft”, meldet Realschulleiterin Marianne Spille stolz. Da bedeutet 200 Zuschauer, die das Stück an beiden Abenden in den Bann zieht.

Eine Besucherin ist dabei als ganz hochrangig zu bezeichnen. Schuldezernentin Helga Jarosch ist extra aus Köln gekommen, um sich das frei nach dem Roman von Mats Wahl gespielte Stück anzusehen.

Der Stoff: Erik Berg ist verschwunden. In 120 Minuten Spielzeit, die auf hohem Qualitätsstandard ablaufen, könnte man phasenweise annehmen, der schwedische Krimiautor Henning Mankell habe seine Finger im Spiel.

Eigentlich wollte Erik nur etwas mit dem Rad im Nachbardorf abholen. Aber dort ist er nie angekommen. Gab es einen Unfall? Oder wurde er das Opfer eines Verbrechens? Könnte das Verschwinden etwas mit dem Streit zu tun haben, den Erik kürzlich mit zwei seiner Mitschüler hatte? In Eriks Umkreis wird ermittelt. In den Verhören seiner Mitschüler setzt sich Puzzleteilchen für Puzzleteilchen das Bild eines sinnlosen Hasses zusammen, und die Indizien gegen eine Gruppe neonazistischer Jugendlicher verdichten sich. Am Schluss bestätigt sich das, was man eingangs schon spürt: Erik, der die Kommissare bis zum Ende begleitete, ist tot.

Den beiden begeistert gefeierten Aufführungen in der Marienschule wird sich eine dritte am Mittwoch, 25. April, um 19 Uhr anschließen. Im Ludwig-Forum („Space”) wird man im Rahmen der Schultheatertage der Städteregion einen eigenen Beitrag leisten. Regisseurin Sigrid Rombach ist schon vor den Aufführungen - neben der Deutsch- und Sportlehrerin spielen auch Kollegin Eva Eischet und Torsten Reusch mit - vom Erfolg des Stückes überzeugt. „Wir würden sicherlich noch mehr Aufführungen anbieten, aber uns fehlt eine geeignete Spielstätte”, sagt sie. Nach dem gefeierten Auftaktabend dürfen sich Rombach und das Team in ihrer Auffassung ein weiteres Mal bestärkt sehen. „Ich denke, wir haben noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit verdient”. Das ist so.

Das Ensemble auf der Bühne: Eva Eischet, Kai Steegmann, Florian Wahl, David Rombach, Selin Cetinkaya, Carina Gröbner, Anna Kolberg, Alina Rombach, Kevin Kehr, Nina Cischatko, Jasmin Huppertz, Arne Schön, Sarah Schleip, Thorsten Reusch, Maike Mertens, Judith Lürken, Patrick Kehr

Vor und hiter der Bühne arbeiteten: Andreas Morawietz, Laura Bernecker, André Mertens, Jasmin Huppertz, Hildegard Stevens, Sigrid Rombach.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert