Herzogenrath - Der Thekla-Treff soll nicht sterben

Der Thekla-Treff soll nicht sterben

Von: Anja Klingbeil
Letzte Aktualisierung:
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Die Regale sind voll und wohl sortiert: v.l. Marie-Luise Kogel (l.), Maria Mülly und sechs weitere Helferinnen sichten die gespendeten Kleidungsstücke und bereiten sie für den Wiederverkauf vor. Foto: Ilona Rütten-Sieben

Herzogenrath. Susanne Clever ist Hartz-IV-Empfängerin. Das bekennt die 47-Jährige frei. Und auch, dass sie es sich vom Regelsatz, der nicht einmal 400 Euro im Monat beträgt, nicht leisten kann, in eine Boutique zu gehen, um sich neue Kleidung zu kaufen.

Deshalb ist sie öfter mal auf Trödelmärkten unterwegs, um nach gut erhaltenen gebrauchten Sachen Ausschau zu halten. Und sie ist Kundin des Merksteiner „Thekla-Treffs”.

In dem kleinen Ladenlokal - ehemals befand sich dort ein Elektrogeschäft - stapeln sich Hosen, T-Shirts, Pullover, Mäntel und Anzüge in den hohen Regalen bis unter die Decke. Das Angebot ist groß.

„Meine rote Weste, die ich heute trage, die habe ich auch hier gekauft”, sagt Susanne Clever stolz. „Ich jedenfalls bin froh, dass es eine solche Einrichtung gibt”, betont sie. Und die unterstützt Susanne Clever nun tatkräftig. Sie gehört ab sofort zum neuen Team von Ehrenamtlern, die den Treff übernommen haben.

Fast 19 Jahre lang hat Margarete Sauren das Angebot geleitet. Für ihre Verdienste, auch als Leiterin des SKFM-Ortsverein erhielt sie von Karin Heritsch, Diözesanreferentin des SKM, die Ehrennadel des Verbandes. Untertstützt wird der „Thekla-Treff” vom SKM sowie durch den Diözesanverband. Auch der Erlös aus dem Verkauf der Waren geht direkt in den Treff.

„Momentan ist natürlich Winterkleidung sehr gefragt”, erzählt Carla Braun. Als sich abzeichnete, dass Margarete Sauren und das alte Team der Ehrenamtler ihr Engagement nicht mehr vortführen konnten und wollten, war für sie gleich klar, dass sie helfen wollte: „Ich konnte mich einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass hier Schluss sein sollte. Der Thekla-Treff sollte nicht sterben.”
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