„Der schwarze Schatten von Lengersdorf”

Von: ehg
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Der Vorsitzende des CDU-Stadtverband Würselen, Harald Gerling (5.v.r.), ernannte Heinz-Josef Küppers (3.v.li.) zum Ehrenmitglied. Foto: W. Sevenich

Würselen. Zum ersten Male in der über 60-jährigen Nachkriegsgeschichte der CDU ernannte der Stadtverband auf der Mitgliederversammlung im St. Jobser Hof nach Adolf Lengersdorf, Joseph Bongard und Anton Bodonge einen Mann aus der zweiten Reihe, Heinz-Josef Küppers, zum Ehrenmitglied.

Der in der Versammlung mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigte Vorsitzende Harald Gerling überreichte ihm die Ehrenurkunde und dankte dem 40-jährigen Jubilar „für alles, was Du in den zurückliegenden Jahrzehnten für die Christlich-Demokratische Union in Würselen getan hast”.

Fraktionsvorsitzender Karl-Jürgen Schmitz: „Er war der schwarze Schatten von Lengersdorf. Nie hat er sich selbst in den Vordergrund gespielt, ein Parteisoldat, wie er im Buche steht.”

Er habe auch Einfluss darauf gehabt, dass er (Schmitz) heute an der Spitze der Fraktion stehe und als Bürgermeister-Kandidat bei der Wahl am 30. August antrete.

Heinz-Josef Küppers bekleidete 14 Jahre lang das Amt des Geschäftsführers, erst des Ortsverbandes Würselen und nach der Kommunalen Neugliederung des Stadtverbandes.

Von Mai 1975 bis September 1999 war er Fraktionsgeschäftsführer (ohne Ratsmandat). 28 Jahre lang gehörte er Ausschüssen des Rates der Stadt als sachkundiger Bürger an.

Er organisierte alle möglichen Wahlkämpfe innerhalb des Stadtverbandes. Zum 60-jährigen Jubiläum der CDU Würselen verfasste er mit Unterstützung von Josef Bongard die Festschrift, ein zeitgeschichtliches Dokument.

Außerhalb der Partei lässt er sich heute noch als Leiter des Kulturarchivs der Stadt als Nachfolger von August Liebenwein in die Pflicht nehmen.

Der Geehrte erinnerte sich: „Die Zusammenführung der drei selbstständigen Gemeinden lief 1972 nicht ohne Probleme ab.” Und nach der knapp verlorenen Wahl sei die Arbeit von den Bänken der Opposition aus kein Honigschlecken gewesen.

Mit Blick auf die Bundestagswahl am 27. September: „Wir haben ein Pfund, mit dem wir wuchern können, unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel.” Zu seiner Ernennung gratulierten ihm Kreisvorsitzender Axel Wirtz (MdL) und MdL Reimund Billmann. Den Würselener Christdemokraten testierte Wirtz, ein gutes Fundament für eine gute Zukunft gelegt zu haben.

„Wenn wir uns einig sind, können wir als einzige Partei 40 Prozent plus x bei der Bundestagswahl holen!” Gute Chancen räumte er seiner Partei auch für die Kommunalwahl am 30. August ein.

Eine positive Bilanz der Parteiarbeit zog Vorsitzender Harald Gerling, nicht nur weil die 473 Mitglieder - trotz 25 Abgängen - gehalten werden konnten.

Als Untergliederungen leisteten gute Arbeit: die Frauenunion - 25 Prozent der Mitglied sind weiblichen Geschlechts - unter Josefine Lohmann, die CDA unter Heide Schäfers mit der Kreisvorsitzenden Gudrun Ritzen, die Junge Union unter Martin Lingens und Michael Günter mit 82 Mitgliedern, und die Seniorenunion mit Dieter Pütz an der Spitze, assistiert von Hans Georg Lüders und Bernd Ußmant. An der Spitze des Agrar-Kreisausschusses steht Guido Benend. Vor der Gründung steht eine Mittelstands-Vereinigung. Danach werden alle Untergliederungen der Partei im Stadtverband vertreten sein. Gerling: „Wir sind gut aufgestellt für die Wahlen.” Und: „Wir brauchen die Auseinandersetzung mit den Mitbewerbern nicht zu scheuen, weil wir besser sind.” Er mahnte: „Wir sollten erst die Wahl gewinnen, bevor wir uns über die Verteilung von Posten unterhalten.” Rechenschaft über die Finanzen legte Joseph Bongard ab. Eine einwandfreie Kassenführung testierte ihm Kassenprüfer Gottfried Kern. Die Neuwahl des Vorsitzenden leitete Karl-Jürgen Schmitz.

Neben Gerling sprach die Delegiertenversammlung das Vertrauen aus: Stellvertreter Hans-Josef Bülles, Geschäftsführerin Josefine Lohmann und Kassierer Joseph Bongard. Nicht mehr zur Wahl stellte sich Peter Havers. Als Beisitzer gehören dem Vorstand an: Erich Benatzky, Guido Benend, Hans Burchatzki, Heiko Franzen, Peter Havers, Herbert Kaussen-Lingens, Gottfried Kern, Dirk Nehr, Roger Nießen, Martina Offermanns und Manfred Wirtz. Aus ihren Reihen kehrten Wilhelm Kistermann, Marita Krauthausen und Stefan Schornstein nicht mehr in die Vorstandsarbeit zurück.
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