Alsdorf - Der Alsdorfer Bauhof muss ertüchtigt werden

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Der Alsdorfer Bauhof muss ertüchtigt werden

Von: Karl Stüber
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Sie bereiten die Ertüchtigung
Sie bereiten die Ertüchtigung des Bauhofs vor: (v.l.) Eigenbetrieb-Geschäftsführer Jörg Theißing, Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg und Willi Foto: Stüber

Alsdorf. Sie sind Ansprechpartner für Bürger bei der Abfallentsorgung. Sie kümmern sich um die Abwasserentsorgung, reinigen und unterhalten Straßen, pflegen öffentliches Grün und sorgen in der kalten Jahreszeit für den Winterdienst: die 60 Mitarbeiter des Eigenbetriebs Technische Dienste der Stadt Alsdorf.

Das ist nicht selten ein Knochenjob für die Mitarbeiter dieser städtischen Gesellschaft, und nicht selten eine undankbare Aufgabe. Denn des Bürgers Argusauge wacht unbarmherzig über die Qualität der Arbeit.

Aber die Mitarbeiter haben nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte. Dazu gehören angemessene Arbeitsbedingungen, zum Beispiel vernünftige Sozial- und Aufenthaltsräume am Bauhof-standort Carl-Zeiss-Straße. Außerdem muss der Stützpunkt generell den Betriebsanforderungen entsprechen.

Auf einen Standort konzentrieren

Das „Werksgelände” im Gewerbegebiet ist aber in die Jahre gekommen. Vor Jahren waren die Hallen und Gebäude, die einst die Baufirma Schleiden beherbergten, vom Bauhof übernommen und für die eigenen Belange hergerichtet worden.

Nun soll, vorbehaltlich der anstehenden Haushaltsberatungen und der Entscheidung des Stadtrates, das Bauhofsgelände für insgesamt 1,82 Millionen Euro in drei Bauschnitten und innerhalb von drei Jahren grundsätzlich ertüchtigt werden, wie eine erste Kosten- und Aufgabenstellung ergeben hat.

Der Betriebsausschuss steht dem Vorhaben bereits wohlwollend gegenüber. Wohl wissend, dass es nicht nur um eine Verbesserung des Betriebsauflaufs, sondern auch um die Einhaltung von arbeitsschutzrechtlichen Anforderungen geht.

Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg ist dankbar dafür, dass sich die Politik der Sache annimmt. „Das ist gut für die Mitarbeiter.”

Was ist geplant? Noch in diesem Jahr sollen Geräte- und Fahrzeughalle, Waschplatz, Schüttboxen und Oberflächenentwässerung neu gebaut werden. Kostenpunkt vorbehaltlich der Detailplanung: rund 840 000 Euro.

In 2013 sind Neubau der Sozial- und Aufenthaltsräume für den Abwasserbereich, Errichtung von Schüttgut-Silos (Salz) sowie die Neuordnung des Außenbereichs geplant. Hier werden rund 810 000 Euro aufgebracht werden müssen. Ein Jahr später geht es um die Ertüchtigung und den Umbau der vorhandenen Werkhalle, was mit 170 000 Euro zu Buche schlägt.

Im Zuge der Maßnahmen wird zudem der Standort der Eigenbetriebe an der Hahnengasse (ehemalige Kläranlage Hoengen), an dem der Abwasserbereich mit fünf Mitarbeitern angesiedelt ist, aufgegeben und auf dem Betriebsgelände an der Carl-Zeiss-Straße angesiedelt. Davon verspricht sich der Technische Geschäftsführer des Eigenbetriebs, Jörg Theißing, einen effizienteren Einsatz.

Nach Ertüchtigung des Bauhofes wird auch nicht mehr die in Mariadorf angemietete Halle benötigt, in der rund 500 Tonnen Streugut für den Wintereinsatz gebunkert sind, wie Willi Schneiderwind aus Sicht des kaufmännischen Bereichs des Eigenbetriebs ergänzte. Finanziert wird die Ertüchtigung des Bauhofes von den „Auftraggebern” bzw. den Nutzern, den Bürgern und der Stadt Alsdorf, die zum Beispiel die Pflege öffentlicher Grünflächen dem Eigenbetrieb übertragen hat.

Unterm Strich also von der „öffentlichen Hand”. Um die Kosten überschaubar zu halten, sollen die Mitarbeiter des Eigenbetriebs möglichst umfassend ihre handwerklichen Fähigkeiten bei der Umsetzung einbringen, sagte Geschäftsführer Theißing.

Die Vermarktung des durch die Zentralisierung am Standort Carl-Zeiss-Straße freiwerdenden Areals an der Hahnengasse dürfte schwierig, wenn nicht gar unmöglich sein - wegen des nahen Regenüberlaufbeckens und der Pumpanlage des Wasserverbandes Eifel-Rur (WVER), wie es hieß.
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