Alsdorf - Denkmal erinnert an Alsdorfer Juden

Denkmal erinnert an Alsdorfer Juden

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Bewegende Freude: Der Aachener Rabbiner Max Mordechai Bohrer hatte das Bibelzitat für die Stockstele, die nun auf dem Luisenplatz steht, ausgewählt. Foto: Elisa Zander

Alsdorf. Erich Zwiebel war ein Mensch, der das wirtschaftliche und kulturelle Leben in der Stadt Alsdorf sehr geprägt hat. Er führte im Grenzweg 1, in einem gemieteten Ladenlokal, ein kleines Möbelgeschäft, war bei Nachbarn und Mitmenschen sehr beliebt. In der Nacht zum 9. November 1938 wurde das Geschäft, das Erich Zwiebel vom NS-Mann Droegemeier gemietet hatte, gestürmt und zerstört.

Erich Zwiebel wurde Opfer des Nazi-Regimes - und mit ihm 49 weitere Juden, die das Leben in Alsdorf mitgeprägt und die Stadt zu dem gemacht hatten, was sie damals war. Ihre Wohnungen und Geschäfte, von denen viele in der Pogromnacht verwüstet worden waren, befanden sich dort, wo heute die Bahnhof-, Rathaus-, Anna- und Broicher Straße verlaufen.

Seit Mittwoch erinnert ein schwarzes Denkmal aus Marmor an die Menschen jüdischen Glaubens, die im Herzen der Stadt lebten und wirkten. Denn: „Der Name eines Menschen darf nie vergessen werden”, sagt Dr. Stephan Saffer, Mitglied des Alsdorfer Arbeitskreises „Wider das Vergessen”. Dieser hat in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein und der Stadt Alsdorf die Errichtung der Stele angeregt, die nun auf dem Luisenplatz nahe der Bahnhofstraße steht.
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