Den Zug nach Baesweiler auf die Schiene setzen

Von: mabie
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Fährt die Euregiobahn künftig weiter von Alsdorf über Siersdorf nach Setterich? Die Sozialdemokraten in den beteiligten Gemeinden wollen das endlich erreichen. Foto: Markus Bienwald

Baesweiler/Aldenhoven/Alsdorf. Nicht nur in Wahlkampfzeiten könnte der Schienenverkehr in der Region künftig wieder mehr Bedeutung gewinnen. So stellte die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Baesweiler den Antrag, inwieweit Baesweiler an den Schienenverkehr Anschluss finden kann. 700 bis 1100 Fahrgäste täglich könnte die Trasse befördern, die von Alsdorf-Mariagrube, Alsdorf-Hoengen, dem Gewerbegebiet Hoengen nach Siersdorf und in das Stadtgebiet Baesweiler-Setterich hinein führen könnte.

„Im Februar 2013 hat die Vorstellung der Machbarkeitsstudie für den Anschluss der Stadt Baesweiler an das Schienennetz der Euregiobahn ergeben, dass dieser grundsätzlich machbar ist“, unterstrich die Fraktionsvorsitzende Gabriele Bockmühl bei einem Ortstermin. Der fand an der Kommende in Siersdorf statt, unweit des ehemaligen Kraftwerks der Grube Emil Mayrisch und derzeit noch im Nirgendwo zwischen Kreisverkehr und alteingesessenem Bauernhof.

„Dieser Wert rechtfertigt es, die Planungen weiter voranzutreiben, weist aber noch ein deutliches Potenzial nach oben auf“, sagte Bockmühl weiter. Nicht nur, weil dann Aldenhoven endlich per Schiene erreichbar wäre, unterstützt auch Udo Wassenhoven, SPD-Fraktionsvorsitzender in Aldenhoven, das Vorhaben. „Die EU fördert keine einzelnen Orte mehr, sondern Regionen“, macht er deutlich. So könnte Baesweiler im Zusammenspiel mit Aldenhoven, aber natürlich auch mit Alsdorf ein förderwürdiges Projekt bekommen.

„Ich habe das schon auf meiner To-Do-Liste“, ergänzte Detlef Loosz, Fraktionsvorsitzender der SPD in Alsdorf, der nach dem Wahlkampf in Berlin viel mitbewegen will. Viel zu tun sei an der Bahninfrastruktur vor Ort nicht, meinte er, schließlich seien große Teile der Schienentrassen durch die früheren Grubenbahn-Verbindungen noch vorhanden und warteten nur auf eine Reaktivierung.

Eine weitere Schnittstelle interkommunaler Zusammenarbeit machten die Stadt Baesweiler und die Gemeinde Aldenhoven auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände aus. Dort könnte im Zuge des Euregiobahnanschlusses auch ein gemeinsames Gewerbe- und Industriegebiet in den Ortsteilen Setterich und Siersdorf geschaffen werden. „Wir wollen diese gemeinsame Initiative auf den Weg bringen“, unterstrich Gabriele Bockmühl.

Unterstützung erhalten die Sozialdemokraten durch die Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers und Peter Münstermann. „Nur mit einer vernünftigen Infrastruktur kann man auf den Wirtschaftsraum bauen“, sagte Voigt-Küppers. Und nicht nur in Wahlkampfzeiten, da ist sich die SPD in Baesweiler sicher, ist es sinnvoll, neue Baugebiete entlang der vielleicht neuen alten Bahntrasse auszuweisen.

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