Herzogenrath - Debatte um Haldenkreuz geht weiter

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Debatte um Haldenkreuz geht weiter

Von: ath
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Hoffen auf viele Bürger bei der Versammlung: (v.l.) Horst Kienbaum (Presbyterium), Pfarrerin Renate Fischer-Bausch, Kaplan Marc Zimmermann und Bürgermeister Christoph von den Driesch. Foto: A. Thomas

Herzogenrath. Noch ist das Kreuz auf der Merksteiner Halde nur eine Idee. Sie hat jedoch bereits einiges in Gang gesetzt. Ins Leben gerufen hat das Projekt der Arbeitskreis „MöZ - Merksteiner ökumenische Zusammenarbeit”, in dem sich Vertreter der katholischen und evangelischen Gemeinden engagieren.

„Das Kreuz ist für uns ein Zeichen, das Mut macht und uns als Christen verbindet - und unter dem wir das Leben in Merkstein positiv mitgestalten”, erläutert Kaplan Marc Zimmermann, einer der Initiatoren.

Ein Gedanke, den die evangelische Pfarrerin Renate Fischer-Bausch gerne aufgegriffen hat. „Unser Gemeindesiegel zeigt die Lutherrose und das Kreuz vor dem Kohleberg - als Zeichen, dass die Gemeinde auch durch den Bergbau gewachsen ist.”

Gedacht haben die Initiatoren an ein schlichtes, aber weithin sichtbares Kreuz. Es soll auch nicht direkt auf den Gipfel, sondern seinen Platz auf Höhe des Aussichtsplateaus bekommen. Da sei aber noch viel Raum für Gestaltungsideen, so Kaplan Zimmermann.

Ob und wie sich so ein „Cross on top” umsetzen lässt, darüber sollen die Bürger mitentscheiden. Für Mittwoch, 22. September, lädt der Arbeitskreis „MöZ” zu einer Bürgerversammlung ein. An deren Ende soll über das Kreuz abgestimmt werden, als Basis für die Entscheidung darüber im Stadtrat.

Seit der Vorstellung der Idee vor einigen Wochen zieht das Thema Kreise, nicht nur in Merkstein. Da gibt es Befürworter, die ein Kreuz an so exponierter Stelle als Friedenszeichen begrüßen, und Gegner, die ein Kreuz mit dem Verweis, die Merksteiner Bergleute seien eher Freigeister gewesen, an diesem Ort strikt ablehnen.

Beide Seiten sammeln inzwischen Unterschriften, und es wird lebhaft diskutiert über Glaube, gesellschaftliche Werte und kulturelle Wurzeln. Für Kaplan Marc Zimmermann ist bereits das der erste Erfolg: „Menschen kommen ins Gespräch, der Glaube ist plötzlich aktuelles Thema.”
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