Daumen hoch fürs City-Konzept

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Zwei auf einen Schlag: Regieru
Zwei auf einen Schlag: Regierungspräsidentin Gisela Walsken traf Rodas Bürgermeister Christoph von den Driesch (l.) und seinen Würselener Kollegen Arno Nelles. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Herzogenrath. Es war eine Antrittstour in doppelter Mission: Regierungspräsidentin Gisela Walsken stattete den Städten Herzogenrath und Würselen einen gemeinsamen Besuch ab und schüttelte Christoph von den Driesch (CDU) und Arno Nelles (SPD) publikumswirksam die Hände.

Die Sondierung inhaltlicher Themen mit Bürgermeister, Verwaltungsvorstand und Fraktionsvorsitzenden fand dann allerdings jeweils getrennt hinter verschlossen Türen statt. Aber beide Stadtoberhäupter kamen lächelnd wieder heraus, was verschiedene Gründe hatte: „Der Förderantrag der Standortentwicklung Bicherouxstraße in Herzogenrath hat eine hohe Förderpriorität”, erklärte die Regierungspräsidentin.

Sobald die Gelder des Landes nach Herzogenrath fließen, soll der Förderantrag unter Einbeziehung des Schmetz-Geländes aktualisiert werden. Der Standort Bicherouxstraße soll nach dem Vetrotex-Aus städtebaulich gesamtbetrachtet werden, um zukunftsbeständige Arbeitsplätze zu schaffen und die städtebauliche Situation am Innenstadtrand von Herzogenrath auch für das Zentrum zu verbessern. Bürgermeister von den Driesch freute sich über das klare Votum aus Köln, aber auch über ein Lob: „Denn Herzogenrath ist doch eine der wenigen Kommunen, deren Haushalt entspannt ist”, erklärte Walsken.

Neue Geldquellen schaffen

Die Haushaltskonsolidierung stand im Mittelpunkt der Gespräche in Würselen. „Wir haben uns über Möglichkeiten unterhalten, die die Stadt entlasten könnten”, berichtete die Regierungspräsidentin, die sich ebenso wie Arno Nelles über ein angenehmes Gesprächsklima freute. So gebe es Gespräche auf Länderebene, die eine Konsolidierung der Städte nicht mehr nach drei, sondern nach zehn Jahren vorschreibe. „Damit hätte Würselen mehr Spielraum, was eine große Chance bei Planungen bedeuten würde”, urteilte Nelles. Eine weitere Alternative nannte Walsken, damit die Einnahmen der Düvelstadt mehr sprudeln: „Auf Bundesebene wird überlegt, ob man für die Städte, die neue Geldquellen benötigen, auf den Börsenumsatz eine Steuer von 0,05 Prozent erhebt.”

So wurde der Antrittsbesuch der Regierungspräsidentin zum Erfolg für beide Kommunen mit ihren unterschiedlichen Problemen: Die Stadt Herzogenrath weiß nun, dass die geplante Standortentwicklung Bicherouxstraße auf große Zustimmung stößt, und die Stadt Würselen hat „Animositäten” in Köln in Sachen Finanzen vorerst einmal „ad acta” legen können.

Eine weitere gute Nachricht der Regierungspräsidentin war die Zusicherung dass sowohl die Mitarbeiterzahlen als auch die Standorte der Grenzgängerberatung ausgebaut werden sollen.
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