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Das „Schmuckkästchen” geöffnet

Von: ssc
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Flott durch die Acht: Beim Kettcar-Parcours konnten sich die jüngsten Festbesucher versuchen. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Was dem Pariser seine Champs Elysées, soll dem Alsdorfer sein Denkmalplatz werden. „Wir haben jetzt ´ne Allee, die ist genau so schön”, sangen jedenfalls die Kinder der städtischen Kita Kellersberg zum Auftakt des Alsdorfer Frühlingsfestes.

Nicht nur die Kleinsten sparten nicht an Lob für den eigentlichen Star der zweitägigen Feier der Aktionsgemeinschaft: den neu gestalteten Denkmalplatz, der erstmals Teil eines Stadtfestes war.

Es war eine passende Gelegenheit, den Platz auch offiziell zu eröffnen. Obwohl er schon seit geraumer Zeit die Blicke auf sich zieht. Vor allem des Abends, wenn er in ein prunkvolles Licht getaucht ist. „Alsdorfs neue Mitte ist wirklich ein Schmuckkästchen”, sagte Bürgermeister Alfred Sonders. „Wo einst Busse das Stadtbild dominierten, können wir jetzt unter blühenden Bäumen flanieren. Hier kann man sich wirklich entspannt bewegen.”

Das rund fünf Millionen teure Projekt - finanziert mit Unterstützung des Landesbetriebs Straßenbau - sei der Angelpunkt für ein neues Bild der Stadt. „Ich höre immer wieder von Besuchern, dass Alsdorf sich mausert. Wenn wir gemeinsam weiter daran arbeiten, kann die Stadt endlich den Status genießen, den sie verdient.”

Und so prägten vereinte Kräfte auch den Festauftakt. Der Alsdorfer Männergesangsverein, die Kita-Kinder, die auch 200 Luftballons in den Stadtfarben blau und gelb steigen ließen, und die „Oberländer Buam” - sie alle unterhielten mit Musik. Und das taten sie eben einem ganz frischen Blickfang auf dem Platz: zwei Skulpturen, für die sich der Alsdorfer Kunstverein eingesetzt hatte.

Zwar stehen der „Alsdorfer Lotos” des Raerener Künstlers Peter Buchholz und die namenlose Edelstahlskulptur des Würselener Künstlers Albert Sous schon seit zwei Wochen gut sichtbar an ihrem Platz, doch wurden sie kurz vorm Fest noch einmal verhüllt und nun - wie die gesamte neue Mitte - freigegeben. Gelegenheit zum Flanieren gab es zwei Tage lang nicht bloß auf dem Denkmalplatz selbst, der eine große Autoshow und ein Pflanzenmeer bot. Auch entlang der Bahnhof- und Rathausstraße fand sich ein großes Angebot aus Handel, Gastronomie und Unterhaltung. Und vor allem die Kleinsten durften sich austoben. Ob auf der Kirmes am Annaplatz oder auf einem besonderen Parcours, bei dem es galt, möglichst sicher mit dem Kettcar seine Runden zu drehen.

Luftballons stiegen während des Frühlingsfestes immer wieder auf, denn die AWO hatte einen Ballonwettbewerb gestartet. Schicke Souvenirs gab es obendrein: Der Stadtmarketing-Förderverein hatte Tassen mit besonderem Motiv parat: Einem Bild des Denkmalplatzes vor dessen Umbau und einem weiteren im heutigen Look.

Wobei die Zeit diese Tassen flott überholen dürfte: Bereits am heutigen Montag rücken Maler an, um die Fassaden der Geschäfte an der Randbebauung in einem einheitlichen Weiß zu streichen. Alfred Sonders: „Stadtentwicklung ist ein langer Prozess, da kann noch viel kommen.”
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