Das Hallenturnier kennt nur Gewinner

Von: Daniel Gerhards
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Nur Gewinner beim Kick der Junggesellen: Die besten Fußballer bekamen Pokale Elke Henche (sitzend links) und Friedhelm Siepmann (l.) vom Förderkreis Schwerkranke Kinder und Wille Havertz vom Europaferienwerk freuen sich über den Spendenschek, den die Junggesellen Franz-Willi Sieben (3. v.l.) und Marc Horbach (4.v.l.) übergaben. Foto: Daniel Gerhards

Baesweiler. Der alte Fußballerspruch galt auch diesmal: „Wenn man auf den Platz geht, will man gewinnen.“ Beim 33. Hallenfußballturnier des Baesweiler Junggesellenvereins gaben die Kicker der 13 teilnehmenden Mannschaften von nicht fußballspielenden Baesweiler Vereinen auf dem Feld in der Sporthalle am Gymnasium ihr Bestes.

Aber beim Kick der Junggesellen ist eben doch nicht nur „auf dem Platz“ entscheidend. Mindestens genauso wichtig ist den Organisatoren, dass jeder, der beim Turnier etwas isst oder trinkt, damit etwas für einen guten Zweck tut.

Seit je her spendet der Junggesellenverein den Reinerlös aus dem Turnier für soziale Zwecke. In diesem Jahr geht das Geld an den Förderkreis Schwerkranke Kinder und an das Europaferienwerk. Wichtig ist den Turnierorganisatoren um Marco Engels vom Sportausschuss der Junggesellen, dass ihre Spende in Baesweiler bleibt. „Das ist bei beiden Organisationen sichergestellt“, sagt Engels. „Das Europaferienwerk tut viel für Baesweiler Jugendliche. Sie machen tolle Fahrten, bei denen die Jugendlichen gut aufgehoben sind“, betont er.

Und auch beim Förderkreis Schwerkranke Kinder ist Engels sich sicher, dass das Geld bei den Richtigen ankommt: „Wo kann man besser helfen, als bei schwer kranken Kindern. Wenn wir den Kindern das Leben durch die Spende etwas leichter machen können, haben wir ganz viel erreicht“, sagt er. Wie viel Geld am Ende zusammengekommen ist, können die Organisatoren nur überschlagen: 1500 Euro tragen sie auf dem übergroßen Scheck, den sie am Ende überreichen, ein. „Ich bin sicher, dass das noch mehr wird“, sagt Franz-Willi Sieben, vom Sportausschuss der Junggesellen. Für das große Engagement des 15-köpfigen Organisationsteams gab es ein dickes Lob vom Schirmherrn Bürgermeister Dr. Willi Linkens.

Wieder mit von der Partie war der Rekordteilnehmer des Hallenturniers. Und der brauchte nicht mal einen Ball zu berühren: Schiedsrichter Herbert Kesten ist seit der ersten Auflage dabei – und er hat noch immer eine Menge Spaß: „Das ist schön, hier mit so vielen jungen Leute zu tun zu haben“, sagt er. Aber eingreifen musste Kesten nur sehr selten. „Das war alles sehr fair. Es gab keine Zeitstrafe und die Karten konnte ich in der Tasche lassen“, sagt Kesten. Kesten und sein Co-Schiedsrichter Charly Heinen leiteten alle Partien gewohnt souverän: „Die Spieler schimpfen schon mal ein bisschen, aber sie akzeptieren, was wir sagen“, sagt Kesten.

Fast ebenso lange dabei wie Kesten ist Uwe Springmann. „Von den 33 Turnieren habe ich bei 32 mitgespielt“, sagt Springmann. Und für ihn und die anderen inaktiven Oidtweiler Junggesellen sprang am Ende sogar der Turniersieg heraus: Erfahrung macht’s eben doch. Die Aktiven der Oidtweiler Junggesellen landeten auf dem dritten Platz, der Tennisclub wurde Zweiter.

Dass die Oidweiler Junggesellen beim Turnier der Baesweiler Junggesellen mitkicken, ist für sie gar keine Frage: „Dieser Termin ist reserviert. Für uns ist das ein Festtag. Die Stimmung ist einfach super“, sagt Springmann. Den Nachbarn aus dem „kleinen“ Oidtweiler den Pokal mit nach Hause zu geben, ist für die Turnierorganisatoren um Engels – bei aller freundschaftlichen Rivalität – kein Problem: „Für uns ist wichtig, dass wir mit dem Turnier etwas für den sozialen Zweck tun und dass wir die Verbindung zwischen den Vereinen stärken“, sagt Engels.

Aber so viel will er dann doch zum Sportlichen sagen: „Die Oidtweiler Junggesellen haben 19 Jahre gebraucht, um das Turnier einmal zu gewinnen.“ Dann wurden sie aber gleich zum Seriensieger.

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