Würselen - Das Brauchtum Jungenspiele hat eine gute Zukunft

Das Brauchtum Jungenspiele hat eine gute Zukunft

Von: ehg
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Der Festzug mit Maikönig Stefan Bergs und Maikönigin Annika Carduck, Maiknecht Thomas Eberius und Maimagd Rebecca Kaminski. Foto: W. Sevenich

Würselen. In Linden-Neusen präsentierten sich die Spellsleute als gute Gastgeber. König Fußball war an den vier Tagen dank Public Viewing auf Großleinwand im Festzelt keine Konkurrenz für das 68. Jungenspiel.

AWJ-Vorsitzender Hans Maaßen resümierte: „Volles Haus, tolle Stimmung!“ Der Vorsitzender der Maijungen, Mathias Engelen, registrierte erfreut mit ihm, dass so viele Abordnungen befreundeter Spiele den Weg ins Festzelt auf dem Dorfplatz gefunden hatten. Für beste Kirmesstimmung sorgte beim Eröffnungsball die „Eddy Schmidt-Band“.

Pure Lebensfreude

Disjockey Bonte hatte bei der Auswahl der Musik bei der Thekeneröffnung ein glückliches Händchen, so dass die überwiegend jungen Besucher auf ihre Kosten kommen konnten. Früh läuteten am Sonntagmorgen die Glocken. Das Spiel besuchte einen von Norbert Wischnewski gemeinsam mit der Spielspitze gestalteten Wortgottesdienst.

Musikalisch erwies Karl Graf an der Orgel den „Spellsleuten“ mit einem Kirmeslieder-Medley seine Reverenz, während die Blaskapelle St. Cäcilia Waldfeucht das „Großer Gott wir loben Dich“ erschallen ließ. Beste Bedingungen herrschten vor, als die sieben Akteure der Fahnenschwenker-Gemeinschaft Linden-Neusen/Dobach/St. Jobs ihr Tücher kunstvoll wandern ließen. Mit den charmanten Maibräuten an ihrer Seite präsentierten sich stolz die Maijungen das erste Mal, schon in beachtlicher Zahl.

Die Kapelle Waldfeucht, die im Doppelort übernachtet hatte, spielte beim Frühschoppen schwungvoll auf. Und war auch noch musikalisch beim großen Festzug eine feste Bank. Bürgermeister Arno Nelles und der AWJ-Vorsitzende Hans Maaßen verabschiedeten den 83-jährigen Ehrenpritschenmeister Wolfgang Fritz, der zum 50. und letzten Mal in der ersten Reihe des Festkomitees aufmarschierte und sich dann aufs wohl verdiente Altenteil zurückzog.

Da die Spellsleute zum Aufmarsch am Nachmittag erst noch Maikönigin Annika Carduck und Maikönig Stefan Bergs am Ende des Dorfes abholten, mussten sich die zahlreichen Schaulustigen „et Dörp eraaf“ geraume Zeit in Geduld üben. Am Ende hatte sich gelohnt. Was ihnen beim Defilee geboten wurde, war Lebensfreude pur. Strammen Schrittes führte Pritschenmeister Patrick Schöner den großen Festzug, kommentiert vom AWJ-Vorsitzenden Hans Maaßen, an. Es folgte eine muntere Schar von Pritschenkindern auf Cityrollern und Kettcars.

Das Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ und die Blaskapelle Herzogenrath-Straß gaben den Marschschritt vor. Die Fahnenschwenker Euchen zogen ihre Show ab. Auch die Pärchen genossen noch einmal das Bad in der Menge. Auch Nassau, das andere Nachbarspiel, war stark mit seinen Fahnenschwenkern und Pärchen vertreten. Appetit auf die Kirmes in Oppen/Haal machte dessen stattliche Abordnung. Der Fanfarenzug Schaufenberg startete mit Reinhard Mey einen Höhenflug und fand dabei „Love is in the air“.

Die „Stoppelhusaren“ aus St. Jöris, die in Linden-Neusen mittlerweile zum Inventar gehören, kündigten das Gastjungenspiel mit dem Königspaar, aber auch mit Maiknecht Thomas Eberius und Maimagd Rebecca Kaminski an. Die Pritschenkinder schlugen fleißig das Rad auf dem langen Weg „et Dörp eraaf und erop“.

Und dann die Pärchen – 44 an der Zahl. Eine Augenweide! Fürwahr: Sie setzten strahlend dem farbenfrohen Schauspiel die Krone auf. „Das Jungenspiel-Brauchtum lebt fort!“ waren sich alle am Straßenrand mit Bürgermeister Nelles und der Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers einig. Da durfte das Festkomitee nicht fehlen. Beim ihm bedankte sich Maaßen im Namen der Spellsleute für die Unterstützung, die es ihnen zukommen lässt.

Wieder im Festzelt angekommen, durfte die Spielspitze die Ehrengabe der Stadt und ein Präsent der AWJ entgegen nehmen. Herzlich gratulierten die Repräsentanten der Gastjungenspiele. Auf dem „Ball der Könige“ schlossen sich die Ortsvereine an. Während die Pritschenkinder mit ihren Künsten den Ausklang der Kirmestage „versüßten“.

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