bullyparade kino freisteller bully herbig tramitz kavanian

Damit die Kapelle gut ummantelt ist

Von: Holger Bubel
Letzte Aktualisierung:
4493797.jpg
Fingerspitzengefühl ist gefragt: Die Schüler der Jahrgangsstufe 13 der Mies-van-der-Rohe-Schule in Aachen sind nach Alsdorf gekommen, um den Bergbaumuseumsverein bei der Arbeit zu unterstützen. Auch die jungen Leute profitieren von der Praxis. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. „Schön, das hat ja richtig Konturen angenommen“, freut sich Pascal Jöris. Der 19-Jährige war nach einem Jahr zurück gekommen auf die Baustelle in Alsdorf, auf der er und seine Klassenkameraden schon bei ihrem ersten Einsatz tüchtig mitgeholfen hatten.

Im Dezember des vergangenen Jahres hatten die angehenden Abiturienten mit Hand angelegt beim Fundamentlegen der Barbarakapelle auf dem Energeticon-Gelände, jetzt waren sie mit Bautechnik-Lehrerin Kathrin Kersting der Einladung des Bergbaumuseumsvereins gefolgt, um einmal mehr zu unterstützen – bei der Verschalung des stetig in die Höhe gewachsenen Rundbaus.

Damit der einzugießende Beton dort bleibt, wo er hingehört, müssen Verteiler-Eisen um die Holzverschalung gelegt werden. Ein Job für die acht Schüler und eine Schülerin des Leistungskurses Technik der Mies-van-der-Rohe-Schule in Aachen.

„Die schulische Ausbildung ist sehr theoriegestützt. In zweieinhalb Jahren Oberstufe haben die Schüler die Grundlagen aus der Bautechnik gelernt. Jetzt können sie praktische Erfahrungen auf der Baustelle sammeln“, sagt Kathrin Kersting. Und gleich Tipps und Wissen von den erfahrenen Ehrenamtlern aus dem Vereins-Team mit nach Hause nehmen. Diese nehmen nämlich die jungen Männer – und die junge Frau – bei der Hand und zeigen, wie praktische Arbeit „auf dem Bau“ aussieht. „Der Umgangston zwischen den reiferen Bauleuten und den Schülern ist sehr kameradschaftlich. Das macht meinen Leuten richtig Spaß, mit ihnen zu arbeiten“, hat Josef Kohnen vom Bergbaumuseumsverein festgestellt.

Und auch die Pennäler sind begeistert: „Super, dann gehen wir wieder zum Jupp“, haben sie die Einladung nach Alsdorf und zum Kapellenbau aufgenommen, erzählt Lehrerin Kathrin Kersting. „Das hat beim letzten Mal auch richtig Spaß gemacht – auch wenn das Wetter grottenschlecht war“, erinnert sich Schüler David Kolkenbrock. „Zu sehen, wie sich die Kapelle baulich entwickelt hat, ist echt toll. Ich freue mich darauf, wenn die Barbarakapelle fertig ist. Dann werde ich auf jeden Fall noch einmal herkommen.“

Dass der 18-Jährige dann bereits sein Abitur in der Tasche haben wird und nicht mehr Schüler der „Mies-van-der-Rohe“ ist, davon ist auszugehen. Denn: „Fertig wird die Kapelle wohl erst in der zweiten Hälfte 2013“, sagt Josef Kohnen. Wohin es die Schüler bis dahin verschlagen hat, das weiß auch Lehrerin Kersting natürlich nicht, aber: „Wer an unserem beruflichen Gymnasium das Abitur macht, ist sowohl für einen Technikberuf als auch für ein Baustudium optimal vorbereitet.“

Ausgemachte Sache ist, dass der Bergbaumuseumsverein die jungen Leute einladen wird, wenn die Barbarakapelle komplett fertiggebaut ist. „Schließlich haben sie ihren Teil dazu beigesteuert“, sagt Kohnen.

Bereits vorher überlegt der Verein, interessierten Bürgern an einem „Offenen Sonntag“ die unmittelbare Besichtigung des sich entwickelnden Baus zu ermöglichen. „Damit die Menschen mit der Kapelle wachsen und sich an ihr erfreuen können.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert