Dänemark begeistert beim Europafest

Von: Holger Bubel
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Sympathisch und voller Energie: Die dänische Folkloregruppe „Olpeholdet“ gewann bei ihren Auftritten viele neue Freunde. Foto: Stefan Schaum
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Das zeigten die Alsdorfer auch, indem sie mit den verteilten Fähnchen schwenkten. Foto: Stefan Schaum
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Historisch ging es beim Festzug durch die Innenstadt zu: von 1923 ist das Altertümchen, das die Blicke auf sich zog. Foto: Holger Bubel
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Viele nutzten das Fest zu einem Bummel durch die Stadt. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Wie die Dänen feiern können, das weiß man spätestens seit ihrer Teilnahme an Fußball-Großveranstaltungen wie Europa- oder Weltmeisterschaften aus dem Fernsehen. In Alsdorf durfte man das jetzt beim Europafest am Wochenende hautnah miterleben.

Das diesjährige Gastland Dänemark entsandte nämlich mit der Folkloregruppe „Olpeholdet“ ihren dänischen Meister 2013. Diese rund 20-köpfige Truppe – übrigens aus Kopenhagen angereist im ehemaligen Tourbus des FC Bayern München – hatte es wahrlich in sich. Musik, Tanz, Gesang: Vom Fassbieranstich am Freitag bis zum Sonntagabend waren die Dänen in ihren bunten, historischen Trachten tanzend, musizierend und singend nahezu allgegenwärtig.

Ob in der Stadtbücherei zur Eröffnung der Ausstellung der Künstlerin Gabriele Beismann, zum literarischen Frühstück am Samstagmorgen mit Spezialitäten aus ihrem Heimatland oder im Anschluss in der pickepacke vollen Stadthalle beim Seniorennachmittag – „Olpeholdet“ bot mitreißende Unterhaltung. Auch auf der Bühne auf dem Denkmalplatz zeigte die Truppe aus Jung und „etwas reifer“ immer wieder, was Tanzbeine und Stimmen herzugeben in der Lage waren. Ein toller Akzent bei dem Fest, das vom „ABBBA“-Verfügungsfonds unterstützt wurde.

Applaus für Fahnenschwenker

Natürlich nahmen die Dänen auch am festlichen Umzug durch die Innenstadt am Sonntagvormittag teil. Zahlreiche Gruppen und Vereine aus Alsdorf und der Region zogen fast eine Stunde lang an den tausenden Zuschauern vorüber. Musiktreibende Vereine aus Alsdorf, aber auch aus den Nachbarkommunen und der Partnerstadt Brunssum waren gekommen. Und auch die Schützenvereine zog es aus ihren Stadtteilen in die City. Die Fahnenschwenker aus der Düvelstadt ernteten viel Applaus für ihre Darbietungen, für ihre spektakulären Würfe der Fahnen in den leider zu diesem Zeitpunkt noch wolkenbehangenen Himmel.

Auch Sportvereine nutzen die Gelegenheit, neben ihrem eigentlichen Tun einmal auf sich aufmerksam zu machen.

Antike Traktorenr

Oldtimer und antike Traktoren lockerten den Festzug immer wieder auf, sie wurden besonders von den kleinen Zuschauern am Straßenrand, die vom Organisationskomitee mit Fähnchen des dänischen Gastlandes ausgestattet wurden, mit großen Augen begutachtet.

Dass die Zuschauer so zahlreich und rechtzeitig zum Umzug „zu früher Morgenstunde“ gekommen waren, mag etwas verwundern, denn am Abend zuvor hatte die KG Scharwache auf den St.-Brieuc-Platz zum zünftigen Fest eingeladen, und viele hundert Alsdorfer hatten dort bei Musik und allerbester Laune noch bis in die Nacht hinein gefeiert – und es trotzdem zeitig aus dem Bett geschafft.

Nach dem Umzug setzten sich die Feierlichkeiten fort. Neben einem Kirmesbesuch auf der Annaplatte nutzen viele Europafest-Besucher den verkaufsoffenen Sonntag zum Shoppen oder flanierten an zahlreichen Buden und Verkaufsständen auf der Bahnhof- und Rathausstraße entlang.

Am heutigen Montag endet das Europafest für dieses Jahr mit einem großen Feuerwerk gegen 22 Uhr über dem Annapark. Das Gastland für 2015 steht schon fest. Das Partnerschaftskomitee hat für das kommende Jahr Luxemburg auserkoren. Auf eine Folkloregruppe dieses Landes darf man gespannt sein.

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