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Currywürste kommen bei Schotten gut an

Von: Holger Bubel und Anja Klingbeil
Letzte Aktualisierung:
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Die Alemannia-Fans sahen einen Sieg ihrer Mannschaft: So nah wie in Baesweiler sind die Zuschauer auf dem Tivoli nicht am Spielgeschehen.

Baesweiler. Einige Dutzend Hearts-Fans fanden doch noch den Weg nach Baesweiler, um ihr Team gegen die schwarz-gelben Tivoli-Kicker zu unterstützen. Dass es so viele sein würden, damit hatte Lawrence Broadie, Marketing-Manager von Heart of Milothian, eigentlich nicht gerechnet.

„Ich habe gehört, dass nach dem Spiel gegen St. Pauli viele Fans in Hamburg geblieben sind. Die Reeperbahn soll sehr reizvoll sein”, schmunzelte der sympathische Schotte.

Auch wenn Baesweiler nicht unbedingt Vergleichbares zur Kiez-Amüsiermeile zu bieten hat, war die Stimmung im mit etwa 3000 Zuschauern gefüllten Sportpark Baesweiler hervorragend.

Fans sind hautnah dabei

Viele, die sonst den Weg zum Öcher Tivoli scheuen, waren gekommen, um das Seeberger-Team gegen den Dritten der Schottischen Liga einmal hautnah zu erleben. Und die Alemannen ließen sich auch nicht lumpen und straften die schottischen Fans Lügen, die ein 5:0, allenfalls ein 6:4 für ihr Team noch vor dem Anpfiff orakelten - 4:2 hieß es am Ende, und zwar für die Aachener.

Die Schotten, unter ihnen auch zahlreiche deutsche und belgische Trikotträger, nahmen es bei deutschem Bier und Currywurst gelassen. Besonders zweites hatte es dem Team und dem Betreuerstab der Hearts besonders angetan: Ein bordeauxrotes Trikot mit hellblauen Applikationen war immer an den Grillständen zu entdecken.

Übrigens: Engpässe in Sachen Getränkenachschub gab es diesmal nicht. Im vergangenen Jahr, beim Spiel der Alemannia gegen Leverkusen, stand bekanntlich für kurze Zeit der Zapfhahn still. Doch das Team um den JSV-Vorsitzenden Manni Müller hatte alles bestens im Griff.

100 Ehrenamtler des JSV Baesweiler waren bereits seit dem frühen Sonntagmorgen im Sportpark Baesweiler zu Gange, um den Mannschaften sowie den zahlreichen Fans ein spannendes Testspiel zu bieten. Und das war es dann auch: ein familiäres Fußballfest, bei dem alle auf ihre Kosten kamen.

Prominentester Gast auf dem grünen Rasen war zudem der ehemalige Bundestrainer Erich Ribbeck, der sich ebenso wie Manni Müller, Bürgermeister Dr. Willi Linkens, Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer und Trainer Jürgen Seeberger vor dem Spiel den Fragen von Moderator Robert Esser, Redakteuer dieser Zeitung, stellte. Nach dem Abpfiff gab es dann kein Halten mehr.

Für die Spieler ging die (angenehme) Arbeit dann erst richtig los: Schließlich wollte jeder ein Autogramm seines Lieblings haben. Und egal ob auf T-Shirts, Schuhe oder Mütze, die Alemannen unterschrieben fleißig.
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