Cinram: Von Investor übernommen und schuldenfrei

Von: -ks-
Letzte Aktualisierung:
4899028.jpg
Ihm geht‘s um die Produktion von „Silberlingen“ bei Cinram: Klaus Schramm, Geschäftsführer. Foto: Stüber

Alsdorf. Die erlösende Botschaft ist da, sie kam aus Phoenix, Arizona: Der US-Investor Najafi, genauer eine neu gegründete Tochtergesellschaft der Najafi Companies namens Cinram Group Inc. (CGI), hat die Übernahme von Cinrams europäischen Gesellschaften – und damit auch des Standortes Alsdorf mit seinen rund 1200 Beschäftigten – abgeschlossen.

„Der Übergang hat stattgefunden“, sagte Geschäftsführer Klaus Schramm auf Nachfrage unserer Zeitung. „Der entscheidende Vorteil ist: Aus einem hoch verschuldeten Konzern ist jetzt eine schuldenfreie Organisation hervorgegangen.“

Schramm hat auch keinen Anlass, an dem Bestand des Sparpakets zu zweifeln, das in zähen Verhandlungen mit der IGBCE ausgehandelt worden ist und das rund vier Millionen Euro jährlich umfasst. Das Management der Konzernzentrale in Toronto (Kanada) bleibe bestehen und damit die Kontinuität der Aussagen.

Auch der Investor sei bei den Verhandlungen und auch dessen Ergebnis auf dem Laufenden gewesen. Das auf die Zukunft ausgerichtete Konzept, das Schramm bereits Anfang 2012 für Alsdorf aufgestellt habe, bestehe fort. Nur an einzelnen Stellschrauben sei zwischenzeitlich innerhalb des Ganzen etwas verändert worden.

Am Freitag stehen nun weitere Gespräche mit dem Betriebsrat und mit der IGBCE an. Die angekündigte Mitarbeiterversammlung, die der Information über die jetzt vollzogene Übernahme diene, könne aus organisatorischen Gründen in dieser Woche noch nicht stattfinden, werde aber „zeitnah“ erfolgen.

Auch IGBCE-Bezirksleiter Manfred Maresch ist froh, dass die Hängepartie der Übernahme des Europageschäfts jetzt endlich zu Ende gegangen ist. Er bestätigte auf Anfrage, dass am Freitag der Betriebsrat auf dieser Basis mit der Geschäftsführung wieder über den Sozialplan verhandelt und anschließend die IGBCE-Tarifkommission mit Schramm die Feinjustierung des mit Blick auf das Sparpaket veränderten Tarifvertrags vornehme.

Wenn alles klappt, so Maresch weiter, findet die von Arbeitnehmerseite organisierte Betriebsversammlung  am Mittwoch statt, an deren Ende die IGBCE-Mitglieder ihr Votum im Rahmen der Urabstimmung über die Tarifvereinbarung abgeben können. Zudem werden die Mitglieder ab Montag per Schreiben über die Urabstimmung informiert, die am Donnerstag endet. „Dann werden wir die Stimmen bis Freitag, 15. Februar, auszählen und Gewissheit haben“, betonte IGBCE-Bezirksleiter Manfred Maresch.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert