Würselen - Burg Wilhelmstein: Vorerst kein grünes Licht für neues Zeltdach

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Burg Wilhelmstein: Vorerst kein grünes Licht für neues Zeltdach

Von: ehg
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Durch die Schneelasten ist der Hauptträger des Zeltdachs von Burg Wilhelmstein umgestürzt. Die Empfehlung des Kämmerers, per Eilentscheid 210.000 Euro in den Haushalt einzustellen, wurde vom Haupt- und Finanzausschuss abgelehnt. Nun muss bis zur Sondersitzung des Rates am 31. Januar abgewartet werden. Foto: Karl Stüber

Würselen. Trotz aller Schadensbegrenzung und -bekämpfung, um die sich die Würselener Verwaltung derzeit bemüht: Ob das unter der Last des Schnees eingestürzte Zeltdach der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein tatsächlich wieder aufgebaut werden wird, steht nach der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in den Sternen.

Denn der Ausschuss folgte nicht der Empfehlung von Stadtkämmerer Ludwig Bremen, per Eilentscheidung dafür 210.000 Euro in den Haushalt einzustellen.

Auch nicht, nachdem Technischer Beigeordneter Till von Hoegen die Kosten („Sie dürften unter 180.000 Euro liegen”) noch einmal relativiert hatte. Dass die Zeit dränge - auch davon ließ sich der Ausschuss nicht in Richtung eines Beschlusses bewegen. Die Entscheidung über Sein oder Nichtsein des Zeltdaches soll nun in einer Sondersitzung des Rates am Montag, 31. Januar, getroffen werden.

Viele ungeklärte Fragen

Wie CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Jürgen Schmitz darstellte, gebe es noch zu viele ungeklärte Fragen. Unter anderem müsse eine Antwort darauf gegeben werden, wie in Zukunft verfahren werden solle und welche Kosten anfallen werden. Dafür, Alternativen ohne jeglichen Zeitdruck unter die Lupe zu nehmen, sprach sich UWG-Sprecher Theo Scherberich aus. Um Bedenkzeit bat auch FDP-Sprecher Hans Carduck: „Das Zeltdach liegt zwar am Boden, aber nicht die Kultur!” Auf der Burg Wilhelmstein sei in der Vergangenheit auch ohne Zeltdach erfolgreiche kulturelle Arbeit geleistet worden.

Eile ist geboten

Dass sich die Fraktionen nicht zu viel Bedenkzeit nehmen sollten, mahnte der Technische Beigeordnete an. „Für den Aufbau des Zeltdaches benötigt die Firma zwölf bis 18 Wochen.” Und am 27. Mai beginnt bereits die Veranstaltungssaison auf der Bühne.

Alles daran zu setzen, dass die Burg Wilhelmstein wieder so genutzt werden könne wie bisher, gab SPD-Sprecher Stefan Mix für das weitere Vorgehen der Verwaltung vor. Dass auch die Folgekosten geklärt sein müssten, darin stimmte er mit seinem Gegenüber, Karl-Jürgen Schmitz, überein.

Während bei dieser Investition, die womöglich 2011 ins Haus steht, noch die Entscheidung aussteht, waren sich die Fraktionen mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden einig, dass ausreichend Geld für die Beseitigung der Winterschäden auf Straßen und Bürgersteigen zur Verfügung stehen muss. Außerdem 10.000 Euro für die Ausstattung der Stadtbücherei zu etatisieren, schlug Schmitz vor. Falls nötig, sollte dazu ein „gerichtliches Exempel”, was notwendige freiwillige Ausgaben betreffe, gegenüber der Kommunalaufsicht statuiert werden. Ein enormer Nachholbedarf bestehe zudem bei den Sportstätten. Schmitz hatte dabei vor allem die kleine Sporthalle auf dem Weidener Markt im Auge.

Erhebliche Verschiebungen ergeben sich bei den Straßenbaukosten des Recker-Geländes. Bisher waren 6000 Euro für 2012 und 179.000 Euro für 2013 eingeplant. Doch konnte sich der Ausschuss damit arrangieren, dass diese Mittel nun bereits ein Jahr früher bereitgestellt werden müssen.

Für den Einbau einer Abgas-Absauganlage in der Hauptwache der Feuerwehr an der Industriestraße müssen im laufenden Jahr 45000 Euro aufgewandt werden. Weitaus größer ist der Betrag, der für eine umfassende Sanierung der Elektroinstallation der Albert-Schweitzer-Schule in Helleter Feldchen anfallen wird: 326.000 Euro werden dort insgesamt erforderlich sein.
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