Herzogenrath - Burg Rode ist nun Infozentrum im Erlebnisraum Römerstraße

Christopher Robin Kino Freisteller Winnie Puuh

Burg Rode ist nun Infozentrum im Erlebnisraum Römerstraße

Von: bk
Letzte Aktualisierung:
8362092.jpg
Mittelalterliche Klänge und Tänze: Die Limburger Ritterschaft entführte die Besucher Jahrhunderte zurück und vermittelte bei der Ausstellungseröffnung authentische Eindrücke. Foto: Birgit Küchen

Herzogenrath. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt Herzogenrath – die Burg Rode. Ihre facettenreiche Vergangenheit steht nun im Mittelpunkt einer Dauerausstellung des Projekts „Via Belgica – Erlebnisraum Römerstraße“.

Die feierliche Eröffnung mit der symbolischen Schlüsselübergabe des Architekten der Ausstellung an die Stadt Herzogenrath, fand im Rahmen eines Jazzfrühschoppens statt. Hier gab das Sebastian-Müller-Quartett unter anderem Jazz-Standards wie „Stella by Starlight“, „Body and Soul“ oder „Along together“ zum Besten.

Einen Gegensatz hierzu bildeten die mittelalterlichen Klänge und Tanzdarbeitungen der Limburger Ritterschaft, die auf der altehrwürdigen Burg residiert.

In seiner Ansprache betonte Bürgermeister Christoph von den Driesch: „Mit der Eröffnung der musealen Dauerausstellung erfährt die Burg nach der Umgestaltung des Außengeländes im Rahmen der Euregionale 2008 eine konsequente Fortsetzung ihrer Aufwertung und erlangt den Stellenwert, die sie als Wahrzeichen der Stadt verdient.“

Ihre ersten Erwähnungen gehen auf die Römerzeit zurück, denn für den Gründungsverlauf der Burg Rode, der Stadt Herzogenrath und der Abtei Rolduc spielte der Aspekt der Handels- und Fernstraßen eine entscheidende Rolle. Die Höhenfeste diente zur Sicherung eines neuen Zweiges der Römerroute, die Köln mit den wichtigen Handelszentren Flandern und Brabant verband. Die eigentlich Burggründung geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Im Laufe der Zeit diente die Feste als Zollburg, Verwaltungssitz, Gericht, Lazarett und Rathaus.

In ihren Mauern gab es aber auch düstere Kapitel. So wird anhand von Modellen und Schaubildern die Legende der Bockreiter erzählt, die im 18. Jahrhundert ihr Unwesen trieben. Diese Männer mussten so furchterregend gewesen sein, dass es sich nur um Verbündete des Teufels, die auf fliegenden Böcken ritten, handeln konnte, so glaubten die Menschen damals. Obwohl sie kaum wirtschaftlichen Schaden anrichteten, wurden sie im Verlies auf Burg Rode eingesperrt, gefoltert und schließlich zum Tode verurteilt.

Interessierte können die Ausstellung von April bis Oktober, samstags und sonntags, 14 bis 18 Uhr besuchen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert