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Bürgerversammlung zum Sportplatz Begau findet geringe Resonanz

Von: Lars Odenkirchen
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Hier soll das neue Wohngebiet entstehen: Die Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg (l.) und Renate Schaal präsentieren vor dem Sportplatz den Bebauungsplan. Foto: Lars Odenkirchen

Alsdorf. Das Wort Versammlung war ein wenig zu hoch gegriffen - angesichts der geringen Resonanz, auf die die Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan 292 stieß.

Gerade einmal fünf Anwohner hatten sich in der Grundschule Begau eingefunden, um sich über die Zukunft des ehemaligen Sportplatzes Begau zu informieren und ihre Anmerkungen und Kritik vorzubringen. Die ging zunächst einmal in Richtung des Termins an sich. „Höchst unglücklich”, fand ein Bürger, dass der Termin mitten in die Sommerferien gelegt worden war.

Die Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg, die gemeinsam mit ihren Verwaltungskolleginnen Tanja Görg und Renate Schaal die Pläne vorstellte, konnte die Terminwahl allerdings mit gewichtigen Argumenten begründen: Die Zeit dränge, um noch Mittel aus dem Konjunkturpaket für die geplanten Maßnahmen abrufen zu können.

Was konkret geplant ist, machte Renate Schaal, Fachgebietsleiterin der Bauleitplanung, deutlich. Der alte Begauer Sportplatz soll in Baugebiet umgewandelt werden, insgesamt 21 freistehende Einfamilienhäuser sollen auf dem 1,2 Hektar großen Gebiet entstehen.

Grundsätzlich neu ist dies den Anwohnern nicht, denn bereits 2007 und 2008 gab es Bürgerversammlungen zum gleichen Thema. Doch an den Plänen hat sich seitdem einiges verändert.

Zu dichte Bebauung

Anwohner hatten die ersten Planungen vor allem deswegen kritisiert, weil sie eine zu dichte Bebauung vorgesehen hatten, die sich nicht ins Bild der bisherigen Siedlung gefügt hätte. Die Planer nahmen sich dies zu Herzen: Die Grundstücke sind nun zwischen 355 und 459 Quadratmeter groß, die zulässige Firsthöhe wurde um einen Meter auf 8,5 Meter reduziert und statt vormals Doppelhäusern sind nun ausschließlich freistehende Einfamilienhäuser zulässig.

Erschlossen werden soll das Gebiet von der Carl-Diem-Straße aus in Form einer Sackgasse mit Wendehammer. Bereichert wird das neue Bebauungsgebiet laut Plan zudem um ein Gewässer: Der Wardener Bach, der bislang unter dem Sportplatz in einem Rohr verläuft, soll offen gelegt werden, was auch aufgrund aktueller Baurichtlinien notwendig ist.

Die Resonanz, der anwesenden Bürger war geteilt. Ein Anwohner kritisierte, dass der Sportplatz überhaupt bebaut werde, weil der Siedlung so ein „soziales Zentrum ersten Ranges” und eine öffentliche Fläche verloren gehe. Der Rat schaue bei dieser Entscheidung nicht über den Tellerrand und gebe eine gewachsene Kultur aus finanziellen Erwägungen auf. Zugleich lobte er den aktuellen Entwurf aber auch als „das mit Abstand beste Konzept, das bislang vorgelegt wurde”.

Andere Vorbehalte bezogen sich auf die Freizeitmöglichkeiten für die Begauer Kinder und Jugendlichen. Ein Bürger brachte vor, die Stadt solle eine Ausgleichsfläche schaffen. Zumindest eine Wiese, auf der das Fußballspielen möglich ist, sei nötig.

Ein anderer Anwohner stieß in ein ähnliches Horn: Gerade wenn viele Familien mit Kindern ins neue Gebiet zögen, sei es wichtig, den vorhandenen Spielplatz zu modernisieren und gegebenenfalls zu erweitern.

Wer sich vom Plan selbst ein Bild machen möchte, hat Gelegenheit dazu: Noch in der kommenden Woche können die Pläne im Fachgebiet 2.1, Bauleitplanung, eingesehen und es können Anregungen vorgebracht werden.
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